Geschrieben am . Veröffentlicht in Soziales und Leben.

14. April 2013 - Protestveranstaltung gegen die Streichung des Tanzetats an den Kölner Bühnen

Foto jour fixe bearbIn Zeiten überstrapazierter Kommunalhaushalte genügt es nicht mehr, wenn die Bürgerschaft Kunst und Kultur "nur" fördert - sie muss auch bereit sein, gegen ungerechtfertigt krasse Etatkürzungen und gar Komplettstreichungen öffentlich zu protestieren. Dem dient diese Veranstaltung und die unterzeichnenden Institutionen und Organisationen bitten Sie alle um Ihre Teilnahme!  

Was ist geschehen? Nachdem im April 2012 der Etat für die Tanzgastspiele an den Städtischen Bühnen bereits um 30% gekürzt wurde, ist nun die komplette Streichung der verbliebenen 700.000 € vorgesehen. Diesen strukturellen Kahlschlag sieht der städtische Doppelhaushalt für die Jahre 2013/2014 vor, der am 30. April vom Stadtrat verabschiedet werden soll. Es ist besonders bemerkenswert, dass die Initiatoren dieser Streichung jede Öffentlichkeit vermeiden - niemand will es gewesen sein! Während der Oberbürgermeister und die Fraktionsspitzen der Stadtkoalition von SPD und "Grünen" die Verantwortung von sich weisen, ist - man glaubt es kaum - die Abschaffung der Tanzsparte vorab weder mit der Kulturverwaltung noch dem Kulturausschuss des Rates erörtert worden.
Alle Klärungs- und Protestversuche des Kölner Kulturrats haben bisher nicht gefruchtet - nun hilft nur der öffentliche Protest!   Bleibt die Streichung, trifft dies die gesamte Kölner Tanzlandschaft - die freie Szene, die Studiengänge "Tanz" an Musikhochschule und Sporthochschule, die Rheinische Musikschule, die Projekte von "Tanz in Schulen" - sie und andere verlieren dann Orientierungen und Auseinandersetzungen mit dem Niveau und den Entwicklungen im internationalen Tanzgeschehen.
SPD und "Grüne" würden ihren kulturpolitischen Einsatz für kulturelle Bildung kräftig konterkarieren und im übrigen ihre Zusage, keine Strukturen zu vernichten, nicht einhalten. Und das, obwohl man nach dem Scheitern des Kölner Tanzhaus-Projekts vor zwei Jahren auch schon dessen entsprechendes Jahresbudget von 800.000 € schlichtweg strich.   Für eine Umkehr in letzter Minute streiten namhafte Beiträge - und nicht nur die hiervon berührten Tanzkünstler erwarten uns alle!

Dr. Peter Bach Vorsitzender KunstSalon e.V. Sprecher Kölner Kulturrat e.V.

Sonntag, 14. April 2013, 15 Uhr

EXPO XXI (Bühne Schauspiel Köln)
Gladbacher Wall 5
50670 Köln  

Anmeldung bis Fr., 12. April, 12 Uhr unter 0221-3978 537  
http://www.kunstsalon.de/jour-fixe/jour-fixe-aktuell/ oder per Email an ticket@kunstsalon.de

Freier Eintritt!   Kölner Kulturrat e.V. | Deutsche Sporthochschule Köln | Deutsches Tanzarchiv Köln | Freie Tanzszene Köln | Freie Volksbühne Köln e.V. | Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln e.V. | Gesellschaft für Zeitgenössischen Tanz NRW e.V. | Hochschule für Musik und Tanz Köln | KunstSalon e.V. und die Sektion tanzsociety | nrw landesbuero tanz I Tanz in Schulen Koeln | tanZkoeln e.V.