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Kölner Sprachfest 2020 - Diskussion über Herkunftssprachen in der Schule

stadt Koeln LogoUnter dem Titel "HSU-Herkunftssprachen in der Schule" haben heute rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI), das beim Amt für Integration und Vielfalt angesiedelt ist, das Sprachfest gefeiert. Neben der Stadt Köln und der Bezirksregierung waren auch viele Schulen und Vereine bei dem Festakt vertreten, der in diesem Jahr zum zwölften Mal stattfindet.

Nach einem Grußwort überreichte Bürgermeister Andreas Wolter der Katholischen Grundschule Am Portzenacker die Urkunde zu ihrer neuen Mitgliedschaft im Verbund Kölner europäischer Grundschulen. Ziel des Verbundes ist es, die Forderung der Europäischen Kommission umzusetzen, nach der jede Europäerin und jeder Europäer neben der eigenen Herkunftssprache künftig mindestens zwei weitere Sprachen beherrschen sollte. Insgesamt sind dem Verbund damit bislang 16 Grundschulen beigetreten.

Der herkunftssprachliche Unterricht sei ein wichtiger Schlüssel zur Integration, betonte Staatssekretärin Serap Güler bei ihrem Grußwort.

Er hilft Kindern dabei, ihre Mehrsprachigkeit zu fördern und die interkulturelle Kompetenz zu stärken. Deswegen freue ich mich, dass Nordrhein-Westfalen beim Sprachenangebot bundesweit Spitzenreiter ist, sagte Güler.

In unseren Schulen wird herkunftssprachlicher Unterricht in mehr als 20 Sprachen angeboten. Hierfür stehen 936 Lehrerstellen dauerhaft zur Verfügung. Dieses Angebot wollen wir auch weiter stärken.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion verschiedener Bildungsakteure aus Politik, Wissenschaft und Praxis ging es unter anderem um die Herausforderungen für die HSU-Lehrkräfte sowie die didaktische Ausbildung und Weiterbildung während des Studiums und im Berufsleben.

Den Vortrag mit dem Titel "Das dreisprachige, paritätische Schulsystem in Südtirol – und was man daraus lernen kann" hielt Professor Doktor Ildikò Erika Risse von der Freien Universität Bozen. Sie berichtete über die weiter zunehmende Verbreitung dreisprachiger Schulmodelle weltweit und deren verstärkte Wahrnehmung durch Fachwelt und Öffentlichkeit. Ein Beispiel seien die ladinischen Schulen, in denen auf Ladinisch, Italienisch und Deutsch unterrichtet werde.

Auf einem Markt der Möglichkeiten mit diversen Informationsständen hatten die Gäste im Anschluss Gelegenheit, sich weiter über das Thema zu informieren, Anregungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Muttersprachenunterrichts zu erhalten oder mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung in Köln über die Herausforderungen und Chancen des Ansatzes zu diskutierten.

Über das ZMI ­ Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration und das Sprachfest

Das ZMI ist eine Kooperationseinrichtung der Stadt Köln, der Bezirksregierung Köln und der Universität zu Köln. Drei Partner, die es sich mit dem ZMI zur Aufgabe gemacht haben, dauerhaft an der "Etablierung, Fortführung und Ausweitung der gemeinsamen Aktivitäten zu Mehrsprachigkeit und Integration" (Kooperationsvertrag von 2008) zu arbeiten. Die Zusammenarbeit der drei Partner ermöglicht es, aus den jeweiligen Institutionen heraus gemeinsam bildungsabschnittsübergreifend und sprachenübergreifend am Ausbau von Angeboten für die Förderung des Deutschen sowie an einer mehrsprachigen Bildung mitzuwirken.

In und um Köln initiiert und unterstützt das ZMI Projekte und Initiativen zu den Themen Mehrsprachigkeit und Integration in der Elementarerziehung in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, bei der Elternbildung, in der Erwachsenenbildung sowie in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern und Forschung. Ziel der Arbeit des ZMI ist es, Bildungseinrichtungen in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Förderung des Deutschen und eine mehrsprachige Bildung systematisch und dauerhaft zu implementieren und auf diese Weise zur interkulturellen Öffnung der Kölner Bildungslandschaft beizutragen.

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Sabine Wotzlaw / https://www.stadt-koeln.de/

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