das Kultur und Nachrichtenmagazin

Kalender

wade Guyton.jpg 

WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX–MMXIX

Freitag, 24. Januar 2020
10:00-18:00 Uhr

Als iCal-Datei herunterladen

   

Der 1972 geborene US-amerikanische Künstler Wade Guyton hat über zwei Jahrzehnte ein konsequentes und zugleich eigenständiges Werk geschaffen. Bekannt ist er vor allem für seine mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellten großformatigen Leinwandbilder mit ikonischen Motiven wie Flammen, den Buchstaben „X“ und „U“ oder der Website der New York Times. Nachdem das Museum Ludwig bereits mehrere Werke des Künstlers für die Sammlung erwerben konnte, richtet es ihm nun eine große Überblicksausstellung aus, die sein künstlerisches Schaffen von den Anfängen bis hin zu jüngsten Arbeiten vorstellt.

Wade Guyton nimmt in Hinblick auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bild im digitalen Zeitalter eine Schlüsselposition ein. Er kombiniert traditionelle Bildträger – beispielsweise grundierte Leinwand – mit digitalen Druckverfahren, so dass bewusst eingesetzte Übertragungsfehler zu ästhetisch verblüffenden Ergebnissen führen. Durch die Aneignung bereits existierenden Bildmaterials und die Konfrontation mit neuen Reproduktionstechnologien entwickelte Guyton in den letzten zwanzig Jahren eine aktualisierte Form der sogenannten Appropriation Art. Während seine ersten Inkjet-Gemälde auf Leinwand zunächst eher formalästhetisch hinsichtlich eines modernistischen Ansatzes interpretiert wurden, zeigt sich in der Entwicklung seines Werks, dass auch die scheinbar abstrakten Muster von Streifen, Quadraten und Kreisen in konkreten digitalen Bilddateien wurzeln.

Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler. Sie versammelt im gesamten Wechselausstellungsbereich sowie im DC-Saal und drei angrenzenden Räumen alle von ihm verwendeten Medien: von Papierarbeiten, die Wade Guyton „Zeichnungen“ nennt, über Fotografien und Skulpturen bis hin zu seinen bahnbrechenden Inkjet-Gemälden. Anstatt die Werke chronologisch zu präsentieren, werden sie mitunter motivisch oder thematisch in Gruppen angeordnet, wodurch Guytons Rückgriffe auf das eigene Werk ebenso erkenntlich werden wie die Entfaltung seines Œuvres. Zu den frühesten Arbeiten gehören Skulpturen aus verbogenen Stahlrohrstühlen sowie seine gedruckten Zeichnungen auf herausgerissenen Seiten aus Kunst- und Designkatalogen, die erstmals in einer weitreichenden Fülle zu sehen sind. Die jüngsten Werke der Ausstellung zeigen Bilder der unmittelbaren Umgebung des Künstlers, etwa seines Ateliers und der Stadtlandschaft New Yorks. Das Integrieren von Arbeitsutensilien und Möbeln aus dem Studio wie auch Strategien des Samplings von vorgefundenen Formen und Bildern sind prägnante Merkmale der künstlerischen Arbeitsweise von Wade Guyton, der immer auch auf den jeweiligen Ausstellungsort reagiert. Eine neue Außenskulptur auf der Terrasse vor dem Südeingang zum Beispiel ist nicht nur ein Bronzeabguss einer bereits bestehenden Arbeit in der Ausstellung, sondern weist ebenso ästhetische Bezüge zur Sheddach-Architektur des Museums auf. Für die Ausstellung werden außerdem frühere Einbauten entfernt: Sowohl Fenster als auch die Brücke zum Verwaltungstrakt werden wieder freigelegt, was gleich zu Beginn der Werkschau eine weitreichende Einsicht in den Wechselausstellungsbereich ermöglicht.

Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig: „Es ist ein erklärtes Ziel der Retrospektive, die Komplexität des Werks von Wade Guyton zu vermitteln und zu zeigen, dass er weit mehr als ein exzeptioneller Maler ist. Seine Vorgehensweise wurzelt tief in einem konzeptuellen Ansatz. Bei aller Klassizität seiner Arbeiten mit ihrem breit angelegten Netz an Verweisen auf kunsthistorische Vorläufer gelingt es Guyton immer wieder, durch neue, unerwartete Richtungswechsel innerhalb seines Werks zu überraschen.“

Katalog zur Ausstellung
Anlässlich seiner großen Überblicksausstellung gibt das Museum Ludwig ein Gesamtverzeichnis der Einzelausstellungen des Künstlers heraus, mit Abbildungen aller gezeigten Werke, begleitet von Kurztexten und Raumplänen: WADE GUYTON MCMXCIX–MMXIX ZWEI DEKADEN MUSEUM LUDWIG, mit Texten von Johanna Burton, Michelle Kuo, Kerstin Stakemeier sowie einem Gespräch zwischen Yilmaz Dziewior und Wade Guyton, 584 S., ca. 1.900 Farbabb., 24,8 × 29,2 cm, deutsch/englisch, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 65 Euro (Buchhandel), 54 Euro (Museum).

Über Wade Guyton
Wade Guyton ist 1972 in Hammond, Indiana, USA, geboren und lebt in New York. Letzte große institutionelle Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Serpentine Gallery, London (2017/18), im Museo Madre – museo d’arte contemporanea Donnaregina in Neapel (2017), im Museum Brandhorst in München (2017), im Musée d’art moderne et contemporain (MAMCO) in Genf (2016), im Le Consortium in Dijon (2016), der Kunsthalle Zürich (2013) und im Whitney Museum of American Art in New York (2012) statt.

Kurator Yilmaz Dziewior, Kuratorische Projektleitung: Leonie Radine

Die Ausstellung wird großzügig gefördert von den Partnern des Museum Ludwig: REWE Group, Russmedia, Kienbaum Consultants International GmbH und The Berner Group. Außerdem wird die Ausstellung substanziell unterstützt von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V..

WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX–MMXIX
16. November 2019 – 01. März 2020
Eröffnung: Freitag, 15.11.2019, 19 Uhr

Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #MLxWadeGuyton

Foto: Wade Guyton - The Devil's Hole, 1999 © Wade Guyton

 

 

Ort 

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Deutschland NRW
0221-221-26165
http://www.museum-ludwig.de 

Anfahrt und Karte (klicke auf Symbol)

Veranstaltungsort:  Beschreibung Anfahrt Info mehr...
andere: Kunst und Kultur
mehr aus: Köln
weitere von:
Museum Ludwig

Teilen

 

 zum Kalender

 

You have no rights to post comments

Datenbank von lebeART

weitere Beiträge

Kunst und Kultur in Köln

Kölner Kulturrat und KulturnetzKöln fordern zusätzliche Mittel für nicht geförderte Künstler*innen und Einrichtungen

Kölner KulturratKulturrat und KulturnetzKöln begrüßen die Entscheidung der Stadt für Sofort-hilfen für die freie Kultur, fordern aber zusätzliche Mittel für nicht-geförderte Künstler*innen und Einrichtungen

Köln, 27. März 2020. Am Donnerstag hat die Stadt mitgete...


weiterlesen...

Kreativ durch Corona: Nachbarn sehen gemeinsam Filme und feiern mit Balkon Kölsch – Feeling wie im Open-Air-Kino

Corona Hinterhof Party I Foto Gaffel honorarfreiKöln, 27. März 2020 – Im Belgischen Viertel in Köln feiern die Nachbarn trotz Corona! Filmklassiker werden auf eine freie Hauswand projiziert. Von ihren Hinterhof-Balkonen aus werden die Spielfilme verfolgt.

„Wir haben uns gefragt, wie man trotz d...


weiterlesen...

Uploadfilter ohne Overblocking - TH Köln veröffentlicht Umsetzungsvorschlag für Artikel 17 der EU-Urheberrechtsrichtlinie

TH KölnDie im Juni 2019 in Kraft getretene EU-Urheberrechtsrichtlinie muss bis Juni 2021 in nationales Recht umgewandelt werden. Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht der TH Köln hat jetzt einen konkreten Umsetzungsvorschlag für den umstrittenen Ar...


weiterlesen...

„Mit Abstand das beste Kölsch“: Neue Social Media-Kampagne der Privatbrauerei Gaffel geht auf die aktuelle Situation ein

203030 Mit Abstand das beste Kölsch Schreenshot Gaffel honorarfreiKöln, 30. März 2020 – Wie man in Zeiten von Corona auf die aktuelle Situation eingehen und eine positive Aussage für die Marke treffen kann, zeigt die neue Social Media-Kampagne der Privatbrauerei Gaffel.

„Mit Abstand das beste Kölsch!“, heißt der...


weiterlesen...

1.839 bestätigte Fälle in Köln

stadt Koeln LogoBisher 34 Todesfälle – Trotz schönen Wetters Kontaktverbot beachten!

Zur aktuellen Lage: Mit Stand heute, Dienstag, 7. April 2020, 16 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 1.839. (Vortag 1.792) bestätigten Corona-Virus-Fall. 145...


weiterlesen...

weitere Informationen

Musik / Film

Chris Cronauer im "Herzlich Willkommen" Videointerview die Debütsingle "Mega" out now

chrisIn den vergangenen Jahren war Chris Cronauer in der deutschen Popmusik omnipräsent wie kaum ein Zweiter: als Featured Artist, Songwriter und Produzent mit und für Chart-Acts wie Nico Santos, Gestört aber GeiL, Stereoact, Micar, SJUR und Vanessa Ma...


weiterlesen...

SCOOTER erreichen mit „I Want You To Stream“ Millionen Zuschauer!

Scooter Pressefoto 2019 cPhilip Nürnberger#STAYHOME ist natürlich auch das aktuelle Motto von Deutschlands erfolgreichstem Techno Act Scooter. Innerhalb weniger Tage, von der ersten Idee bis zum Konzert am Freitagabend, wurde mit der Hamburger Veranstaltungsfirma Firma PM Blue ein spektak...


weiterlesen...

INFOS zu YOGAKURSEN mit Alexander Meyen

Alexander20Meyen20PortraitneuALLE Kurse werden in den nächsten für mindestens 21 Tagen ausgesetzt.

Im April werden die Kurse Montags in Kalk und Dienstag in Mülheim voraussichtlich fortgesetzt.

Die Vormittagskurse für Senioren werden nach den Osterferien fortgesetzt:

Dienstag...


weiterlesen...

Ausstellung „Pitch“ Bart Vandevijvere - Galerie Pamme-Vogelsang

image001Aufgrund der aktuellen Ereignisse rund um das COVID-19 Virus ist es unsere Priorität, die weitere Ausbreitung des Virus zu verringern.

Daher bleibt die Galerie Pamme-Vogelsang voraussichtlich bis zum 19. April geschlossen.

In der Hoffnung, dass s...


weiterlesen...

lebeART Video

Videoportrait des Malers und Bildhauers Jürgen ReinersVideo Kunst und Kultur
atelier_juergen_reiners

Es gibt nicht viele Maler, die nur in Aquarell malen, Jürgen Reiners ist einer von ihnen. Zusätzl...


weiterlesen

LebeART Radio-Edition

lebeART Magazin jetzt LIVE
Köln-InSight.TV

Werbung

Anzeige

 

lebeART Kalender

Letzter Monat April 2020 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 14 1 2 3 4 5
week 15 6 7 8 9 10 11 12
week 16 13 14 15 16 17 18 19
week 17 20 21 22 23 24 25 26
week 18 27 28 29 30

Anzeige

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.