das Kultur und Nachrichtenmagazin

Kalender

russische Avantgarde Museum Ludwig.jpg 

Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung

Samstag, 31. Oktober 2020
10:00-18:00 Uhr

Als iCal-Datei herunterladen

   

Immer mehr Museen öffnen sich nach langer Tabuisierung für einen transparenten Umgang mit Fälschungen, tauschen Erkenntnisse aus und entscheiden sich – falls notwendig – , Werke aus der Sammlung abzuschreiben. Mit einer Studioausstellung zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung.

Die Russische Avantgarde bildet dank Peter und Irene Ludwig – neben Pop Art und Picasso – einen Sammlungsschwerpunkt des Museums: Sie umfasst 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter rund 100 Gemälde.

Aus unterschiedlichen Gründen gelangten immer wieder Werke fraglicher Autorschaft in private und institutionelle Sammlungen. Arbeiten von Künstler*innen der Russischen Avantgarde wurden – zum Beispiel aufgrund ihrer verzögerten Rezeption nach dem Stalinismus – besonders häufig gefälscht. Noch in jüngster Zeit wurden Bilder aus dieser Epoche in Museen präsentiert, die sich als Fälschungen herausstellten. Auch das Museum Ludwig ist betroffen und untersucht derzeit mithilfe internationaler Wissenschaftler*innen systematisch seinen Bestand an Gemälden. Diese Forschungen bilden einen wichtigen Beitrag im internationalen Diskurs zur Russischen Avantgarde. Ein Ziel ist es, Falschzuschreibungen in der Sammlung des Museums zu identifizieren und kenntlich zu machen.

Die Ausstellung präsentiert erste Ergebnisse. Anhand von rund 30 Werken von Natalja Gontscharowa, Kliment Redko, Nikolai Suetin, Nina Kogan, El Lissitzky und weiteren Künstler*innen werden kunsthistorische und technologische Methoden vorgestellt, die künstlerische Handschriften oder auch Falschzuschreibungen erkennbar machen. Neben Bildern aus der eigenen Sammlung werden einige ausgewählte Leihgaben aus dem Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid und dem MOMus in Thessaloniki, das die berühmte Costakis Sammlung beherbergt, zu sehen sein. Durch diese freundlichen Leihgaben, alle Originale, können in bislang einzigartiger Weise fragliche Werke im direkten Vergleich mit ihren Vorbildern betrachtet werden.

Anhand prägnanter Beispiele können die Besucher*innen hinter die Kulissen schauen und sich selbst ein Bild von Provenienzrecherche und verschiedenen Untersuchungstechniken machen wie Infrarot- und Röntgenbildern, Gewebeuntersuchungen und Materialanalysen. Bestimmte Pigmentnachweise, wie etwa Titanweiß dienen als Marker, mit denen die vorgegebene Datierung eines Gemäldes überprüft werden kann. Die Ausstellung präsentiert unterschiedliche Perspektiven von Forscher*innen aus der Restaurierung, Kunsttechnologie, Rechts- und Kunstwissenschaft auf die Frage nach der Authentizität eines Kunstwerks und möglicher Folgen.

Ein Film der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Juliane Duft und des Filmemachers Constantin Lieb (Produktion artbeats.de) gibt Einblick in die umfangreichen Untersuchungen, deren Ergebnisse in der Ausstellung präsentiert werden.

Von den 100 Gemälden in der Sammlung Russischer Avantgarde im Museum Ludwig ist die Hälfte kunsthistorisch und kunsttechnologisch untersucht, die meisten von Dr. Maria Kokkori, Kunsthistorikerin und Kunsttechnologin am Art Institute of Chicago und Spezialistin im Bereich der Russischen Avantgarde in Zusammenarbeit mit der Gemälderestauratorin des Museum Ludwig, Petra Mandt. 14 Gemälde von Michail Larionow und Natalia Gontscharowa waren für eine Grundlagen-Untersuchung des Russian Avant-garde Research Project ausgewählt, die mit Dr. Jilleen Nadolny vom Art Analysis Research Institute in London durchgeführt wurde.

Die Untersuchungen der Gemälde wurden großzügig von der Peter und Irene Ludwig Stiftung sowie dem Russian Avant-garde Research Project unterstützt; zusätzliche Mittel kamen von der Gerda Henkel Stiftung und der ZEIT-Stiftung. Die Ausstellung, der Katalog und das begleitende Symposium werden ebenfalls gefördert von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und dem Russian Avant-garde Research Project sowie von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Beatrix Lichtken Stiftung, den Freunden des Wallraf-Richartz-Museum und Museum Ludwig und der Fritz Thyssen Stiftung.
Ein Katalog und ein internationales Symposium am 6./7. November 2020 sind in Vorbereitung.
Kuratorinnen: Rita Kersting und Petra Mandt

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #originalundfaelschung
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung
Fragen, Untersuchungen, Erklärungen
26.09.2020–03.01.2021

Öffnungszeiten:
Dienstag 10:00–18:00
Mittwoch 10:00–18:00
Donnerstag 10:00–18:00
Freitag 10:00–18:00
Samstag 10:00–18:00
Sonntag 10:00–18:00
Montag Geschlossen

Eröffnung live auf Instagram @museumludwig:Freitag, 25.9.2020, 19 Uhr

 

Ort 

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Deutschland NRW
0221-221-26165
http://www.museum-ludwig.de 

Anfahrt und Karte (klicke auf Symbol)

Veranstaltungsort:  Beschreibung Anfahrt Info mehr...
andere: Kunst und Kultur
mehr aus: Köln
weitere von:
Museum Ludwig

Teilen

 

 zum Kalender

 

You have no rights to post comments

Datenbank von lebeART

weitere Beiträge

Musik / Film

“Press Play – Livestream Konzerte”

press playLivemusik macht sich auf den Weg in eine neue Dimension

Hypertension-Music-Entertainment und Groh-P.A. führen unter dem Titel „Press Play – Livestream Konzerte“ gemeinschaftlich eine Konzert-Streaming Reihe durch.

Der Konzertveranstalter Hypertens...


weiterlesen...

Schulsozialarbeiter geben Tipps für Lockdown Eltern-Ratgeber für zu Hause

kath jugendagenturKöln/Rhein-Erft, 11.01.2021. Die Schulsozialarbeiter der KJA Köln haben für die Zeit des Lockdowns einen „Eltern-Ratgeber“ geschrieben. Viele nützliche Tipps, von Tagesstruktur entwickeln, Lernzeit gestalten bis hin zur Ruhephase, ist an vieles ge...


weiterlesen...

Halbjahresbericht über Zweckentfremdung von Wohnraum

stadt Koeln LogoBericht wird dem Ausschuss für Soziales und Senioren vorgestellt

Vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 wurden mehr als 315 Wohneinheiten im Rahmen eines Wiederzuführungsverfahrens untersucht. Das ist ein Ergebnis des neuen Halbjahresberichts zur Wohnrau...


weiterlesen...

Prof. Birgit Mager erhält internationalen Designpreis Auszeichnung für herausragende Design-Ausbildung

TH KölnProf. Birgit Mager von der Köln International School of Design (KISD) der TH Köln erhält die „Sir Misha Black Medal 2020“, die für herausragende Leistung in der Designausbildung verliehen wird. Mit dem Preis werden Lehrende geehrt, die die Ausbild...


weiterlesen...

USA: Designierter Präsident Biden muss Versprechen einlösen, Gefangenenlager Guantánamo zu schließen

amnesty logoNoch immer werden 40 Menschen in Guantánamo unter dem Vorwand des „globalen Krieges gegen den Terror“ festgehalten. Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert eine Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen an den Gefangenen – darunter Folter, Verschwind...


weiterlesen...

weitere Informationen

Nachrichten und Doku in Köln

40. Schülerzeitungswettbewerb gestartet

KSK LogoRheinischer Sparkassenverband und Kreissparkasse Köln vergeben attraktive Preise an junge Nachwuchsredakteure

Köln, den 8. Januar 2021 Das Rennen um die beste Schülerzeitung ist eröffnet − bereits zum 40. Mal sucht die Kreissparkasse Köln zusammen...


weiterlesen...

„Jecke blieve Jecke, ejal, wo se stecke!“: Tanzpaar der EhrenGarde präsentiert das neue Karnevalsfässchen von Gaffel

Gaffel Karnevalsfass 2021   Tanzpaar Ehrengarde II honorarfreiKöln, 7. Januar 2021 – Auch in diesem Jahr gibt Gaffel das beliebte Partyfässchen zur Jahreszeit heraus. Die limitierte Sonderedition hat Kultcharakter und genießt einen hohen Stellenwert bei den kölschen Jecken.

Traditionell wird das erste Karnev...


weiterlesen...

Corona-Virus: Inzidenzzahl liegt bei 117,9

stadt Koeln Logo1.378 Kölnerinnen und Kölner sind aktuell mit dem Corona-Virus infiziert

Zur aktuellen Lage: Mit Stand heute, Montag, 11. Januar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 27.617. (Vortag: 27.530) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die ...


weiterlesen...

Chancengleichheit im Lockdown - BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ unterstützt KJA Köln

kath jugendagenturKöln, 07.01.2021. Um Kinder und Jugendliche im aktuellen Lockdown mit einem Tablet zu unterstützen, ermöglicht BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ der KJA Köln die Anschaffung von 40 Tablets. Diese Geräte werden nun an Familien in Köln und im Rh...


weiterlesen...

lebeART Video

Künstlerpräsentation zur Ausstellung Genetic CodesVideo Kunst und Kultur
webtitelbild01

Künstlerpräsentation zur Ausstellung Genetic Codes im Mai 2009 in der Galerie-Graf-Adolf

Das Elem...


weiterlesen

Werbung

lebeART Kalender

Letzter Monat Januar 2021 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 53 1 2 3
week 1 4 5 6 7 8 9 10
week 2 11 12 13 14 15 16 17
week 3 18 19 20 21 22 23 24
week 4 25 26 27 28 29 30 31

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.