Stadt Köln und Koelnmesse vereinbaren Liquiditätssicherung

koelnmesse_logoKölner Rat beschließt "Cashpooling"

Die Koelnmesse soll über ihren Hauptanteilseigner Stadt Köln zur Absicherung ihrer Liquidität niedrigverzinsliche Darlehen zu günstigeren Konditionen aufnehmen können. Das beschloss am heutigen Donnerstag, 20. Mai 2010, der Rat der Stadt Köln auf Vorschlag der Verwaltung.

Dieses Darlehen entspricht den im Juni 2008 vom nordrhein-westfälischen Innenministerium konkretisierten Regelungen zum sogenannten "Cashpooling", bei dem unter bestimmten Voraussetzungen niedrigverzinsliche Darlehen gewährt werden können. Die Europäische Kommission hatte solche Darlehen im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland während der Finanz- und Wirtschaftskrise ermöglicht. Die Bezirksregierung Köln muss dem Verfahren noch zustimmen.

"Die Koelnmesse arbeitet im Kern profitabel und steht auf einem soliden Fundament. 2009 lag das operative Messeergebnis bei plus 30 Millionen Euro, der operative Cash Flow bei plus 25 Millionen Euro. Durch die Mietbelastung der neuen Hallen und die Wirtschaftskrise wird das Jahr 2009 trotzdem mit einem Fehlbetrag abschließen. 2010 ist außerdem turnusbedingt ein veranstaltungsschwaches Jahr. Durch das Cashpooling, das derzeit in vielen Unternehmen und Konzernen zum Einsatz kommt, können Kosten für die Messe eingespart werden, weil die Stadt bei Geldanlagen und Geldaufnahmen günstigere Konditionen als die Messe erreichen kann. Die wirtschaftliche Bedeutung der Koelnmesse mit einer Milliarde Euro Umwegrendite für Köln und die ganze Region rechtfertigt diesen Schritt. Mit diesem Beschluss werden die Weichen gestellt, damit die Messe auch künftig im Wettbewerb erfolgreiche ihre Position ausbauen kann. Die Koelnmesse selbst setzt einschneidende Maßnahmen zur weiteren wirtschaftlichen Verbesserung um",

so Oberbürgermeister Jürgen Roters nach der Entscheidung des Rates.

Durch die jetzt vorgesehene Maßnahme wird die Zahlungsfähigkeit der Stadt Köln nicht beeinträchtigt. Der Entwurf der Haushaltssatzung 2010 sieht einen Höchstbetrag der Kassenkredite in Höhe von 1,2 Milliarden Euro vor. Die Inanspruchnahme der Liquiditätssicherung durch die Messe ist begrenzt auf 50 Millionen Euro und ist zeitlich bis zum 31. Dezember 2012 befristet.

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Inge Schürmann

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