das Kultur und Nachrichtenmagazin

CityLeaks Urban Art Festival 2019

city leaks logoDas diesjährige CityLeaks Urban Art Festival trägt den Titel re:public. Es findet vom 31.08. bis zum 21.09.2019 in Köln statt. Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, übernimmt die Schirmherrschaft.

Wie sich unsere Städte entwickeln, ist schon lange keine Angelegenheit mehr, die nur Politik, Stadtverwaltungen und Investoren angeht. Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt nehmen ihre Rechte und Möglichkeiten wahr, die eigenen Lebensräume in nachhaltige, zukunftsorientierte, vielseitige, kreative und offene Orte zu verwandeln.

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, übernimmt die Schirmherrschaft für das CityLeaks Urban Art Festival 2019.
„Ich freue mich auf das CityLeaks Urban Art Festival 2019, bei dem Künstler*innen, Kul- turschaffende und viele interessierte und engagierte Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu diskutieren und daran mitzuwirken, wie wir in Zukunft in Köln miteinander leben wollen! Als Oberbürgermeisterin der Stadt Köln stehe ich für eine sozialgerechte Stadtentwicklung. Die Charta von Leipzig und das Modell der europäischen Stadt sind hierfür unsere Grundlage. Das bedeutet: Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit am selben Ort für eine durchmischte Stadtgesellschaft. Wir schaffen kurze Wege, attraktive öffentliche Räume und entwickeln die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Im Dialog. Denn Stadt ist stets ein Gemeinschaftswerk. Nur mit gelebter Beteiligungskultur kann eine wachsende Metropole wie Köln auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt sein.“

Die Oberbürgermeisterin wird das Festival am Samstag, den 31.08.2019, um 14:00 Uhr im diesjährigen Festival Center in den Bahnbögen an der Hüttenstraße eröffnen.
Die leerstehenden Bahnbögen sind ein Beispiel für ungenutzte, brachliegende Orte, die mit Hilfe von Kunst, Kultur und Partizipation wiederbelebt werden.
2017 fand CityLeaks auf dem Kölner Ebertplatz statt. Auf diesem lange Zeit vernach- lässigten öffentlichen Platz, den Anwohnerinnen und Anwohner zunehmend mieden, bewies das Festival, dass es möglich ist, mit Hilfe einladender, temporärer Architektur und einem breit gefächerten Kulturangebot „Un“-Orte neu zu beleben und Bürgerinnen und Bürger stärker in Stadtplanungsprozesse einzubeziehen.
Denn das CityLeaks Urban Art Festival versteht das Konzept „Stadt“ nicht als ein starres System, das lediglich Politik und Wirtschaft bestimmen. Stattdessen handelt es sich dabei um eine Ansammlung aus materiellen und immateriellen Strukturen, die immer wieder und neu miteinander verknüpft werden und so Netzwerke oder auch Assembla- gen bilden. Altes wird revitalisiert, Neues entwickelt und Vergessenes wiederentdeckt.

Mit diesem Verständnis von Stadt setzt das CityLeaks Urban Art Festival mit seiner fünf- ten Ausgabe erneut den Akzent auf das künstlerische Forschen, den transdisziplinären Austausch und die Partizipation verschiedener Akteurinnen und Akteuren, um den öffentlichen Raum gemeinschaftlich zu gestalten.

re:build – Building Common Spaces

Bereits im Mai lud das CityLeaks Urban Art Festival das italienische Kollektiv Studio Orizzontale nach Köln ein, um im Rahmen der TRANSURBAN RESIDENCY re:build – Buil- ding Common Spaces das Potenzial der brachliegenden Bahnbögen in der Hüttenstra- ße samt der Umgebung zu erforschen und die Festivalarchitektur zu entwickeln. In einer zweiten Phase, vom 09. bis zum 30.08., wird Studio Orizzontale erneut nach Köln kommen und das Festival Center „Simul et Singulis – Zusammen und man selbst sein“ bauen. Freiwillige Bauhelfer*innen werden ab sofort gesucht.

Vom 17.05. bis zum 08.06.2019 fand die erste Forschungsphase der TRANSURBAN RESIDENCY – Building Common Spaces in den Bahnbögen in der Hüttenstraße statt. In einem umgebauten Seecontainer als Projektbüro sammelte das Team aus Urbanis- ten, Kulturwissenschaftlern und Architekten Erfahrungsberichte und Vorschläge vieler
Anwohner*innen, Passant*innen und Interessierten für die Belebung der brachliegenden aber an Potential reichhaltigen Architektur.

Bei einer Abschlussveranstaltung am 08.06. stellte das aus Rom stammende Architek- tenkollektiv Orizzontale die ersten Entwurfsideen für die temporäre Festivalarchitek-tur vor. Ihr Entwurf „Simul et Singulis – zusammen und man selbst sein“ wird drei der brachliegenden Bahnbögen in der Hüttenstraße mit neuen Funktionen ausstatten und während der Festivalzeit Ausstellungs-, Versammlungs- und Arbeitsräume sowie eine Piazza und ein Büdchen bieten.

Das Architektenkollektiv Studio Orizzontale nimmt sich seit 2010 verschiedener ver- nachlässigter, öffentlicher Orten an, um diese mit ihren temporären architektonischen Interventionen zu beleben. Die Projekte, die dabei entstehen, vereint der Ansatz, Mate- rialien zu recyclen und Gemeinschaften von Kreativen und Verantwortlichen zu bilden. Es geht nicht um das Errichten einer vollendeten Architektur, sondern um die Sensibili- sierung für die Nutzungsmöglichkeiten von Orten und Un-Orten im urbanen Raum.

Ab dem 09. bis zum 30.08.2019 wird das Festival Center im gemeinsamen Prozess zwi- schen Studio Orizzontale, Anwohner*innen der Hüttenstraße und weiteren freiwilligen Helfer*innen gebaut. Interessierte können sich ab sofort über engage@cityleaks-fes- tival.com melden und Teil des Festivals werden. Arbeitszeiten sind von montags bis samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr in der Hüttenstraße. Zeitlicher Aufwand kann auch individuell abgestimmt werden.

re:claim Ehrenfeld

Am 10.07.2019 startet die Crowdfunding Kampagne des CityLeaks Festival auf der Crowdfunding Plattform Startnext.

Fördergelder, Geld- und Sachsponsoring aus verschiedenen Bereichen sowie handfeste Unterstützung bei der Durchführung durch freiwillige Helfer*innen sind das Rückgrat des CityLeaks Festivals. Doch wie schon in den Vorjahren ist auch 2019 die Finanzierung des Festivals eine Herausforderung. Das CityLeaks Festival wendet sich 2019 erneut an die Öffentlichkeit und bittet, die Crowdfunding Kampagne des Festivals re:claim Ehren- feld zur Wiederbelebung der Kultur im Stadtteil zu unterstützen.

Der Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist im Wandel. Wandel ist unvermeidbar, doch ist in Ehrenfeld zu sehen, dass er auch zur Verdrängung von Kulturräumen, die lange Zeit die Identität dieses Stadtteils geprägt haben, geführt hat. Der Musikclub Underground, der Sozio-Kulturort Jack in the Box, das integrativ ausgerichtete Allerweltshaus Köln und das Programmkino Cinenova sind nur ein paar Beispiele für das um sich greifende „Kul- tursterben“ in Ehrenfeld. Aber muss Veränderung immer zu Verdrängung führen? Oder kann Stadtentwicklung fair für alle gestaltet werden? Wo lassen sich bisher ungenutzte Orte öffnen, wenn bestehende schließen?. Unter dieser Prämisse nimmt sich das City- Leaks Urban Art Festival 2019 der Ehrenfelder Bahnbögen in der Hüttenstraße an, um diesen brachliegenden Ort auf seine städtebaulichen Möglichkeiten und als Standort für Kunst und Kultur zu untersuchen und temporär zu beleben.

CityLeaks fordert für Köln-Ehrenfeld, den Standort des ausrichtenden Vereins artrmx e.V., den kulturellen Kahlschlag aufzuhalten und die identitätsstiftenden Kulturorte zu schützen. Darüber hinaus müssen von der Gentrifizierung betroffene Initiativen früher in Stadtplanungsprozesse einbezogen werden und gegebenenfalls attraktive Alternativen geboten bekommen. In diesem Sinne ruft CityLeaks Bürgerinnen und
Bürger dazu auf: re:claim Ehrenfeld – erobere dir deinen Stadtteil zurück, gestaltete ihn mit, äußere dei-ne Meinung, werde aktiv!

Für verschiedene Spendensummen gibt es auch dieses Jahr wieder exklusive Goodies, wie beispielsweise kuratorische Führungen, Freigetränke bei der Eröffnungsveranstal- tung des Festivals, Kunstdrucke vergangener Festivalkünstler*innen, Zeitschriftenabos, Möglichkeiten zur Nutzung von Eventflächen als auch eine großformatige Gestaltung der eigenen Hauswand. Die Crowdfunding Kampagne re:claim Ehrenfeld ist vom 10. Juli bis 10. August online unter: www.startnext.com/reclaim-ehrenfeld

Förderer und Unterstützer

Das Projekt TRANSURBAN Residency – Building Common Spaces wird ermöglicht durch die Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nord-rhein- Westfalen, der Stadt Köln sowie der Bezirksvertretung Ehrenfeld.

Das Urban Art Festival CityLeaks 2019 wird in seiner fünften Auflage gefördert von der Stadt Köln, der Bezirksvertretung Ehrenfeld, der Dr. Hans Riegel-Stiftung sowie den Stiftungen KunstSalon und Lebendige Stadt. Darüber hinaus erfährt das Festival Unter- stützung durch das Internationale Besucherprogramm des NRW Kultursekretariats. Das Programm der CityLeaks Akademie wird gefördert durch StadtBauKultur NRW.

Wie schon in den Jahren zuvor begleiten die Sponsoren AkzoNobel Deutschland, cam- bio carsharing, step Verkehrssicherung, Rome Technology 4 Events und BioZisch von Völkel das Festival. Als neue Sponsoren begrüßt CityLeaks 2019 die GAG Immobilien AG und den Arbeitsbühnenver-leih Starlift. Nicht zuletzt möchte CityLeaks den Kölner Verkehrs-Betrieben sowie der Stadtrevue und KölnTourismus für die anhaltenden Partnerschaften danken.

Die Schirmherrin des Festivals ist Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln.

Quelle: www.artrmx.com

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