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THEN COMES SILENCE Erste Vorabsingle We Lose The Night - Album Machine VÖ am 13.03.2020

then comes silence coverDer Tod ist eine treue Muse. Er ist sicher, verlässlich, endgültig... kurz: er ist all das, was die anderen Musen nicht sind. Kreativität und Inspiration sind wankelmütige Freunde, allzu schnell verloren zwischen durchgeschwitzten Laken oder auf dem Boden leerer Flaschen. Im Angesicht des Todes jedoch laufen die Götter der Inspiration urplötzlich zu Topform auf und rauschen himmelwärts, aus allen Rohren auf die Synapsen feuernd. Die schwedischen Post-Punk-Goth-Rocker Then Comes Silence sind sich dieser niemals versiegenden Quelle wohl bewusst. Der Tod mag die letzte Schwelle sein, die ultimative Grenze zwischen diesem Leben und der großen Ungewissheit. Für die Gothic-Connaisseurs Then Comes Silence ist er vor allem eine starke Kraft, die sie antreibt.

In 2017 führte diese Obsession mit allem Letalen zu „Blood“, einem zutiefst morbiden, düster pulsierenden Genuss, der das Beste aus apokalyptischem Post Punk und nebligem Goth Rock extrahierte. Ein tödlich, ein merkwürdig berauschender Cocktail, serviert vom Branchenriesen Nuclear Blast. „Das war schon eine unglaubliche Zeit“, blickt Bandgründer Alex Svenson zurück. „Als wir bei Blast unterschrieben, hatten wir urplötzlich alle Hände voll zu tun. Du denkst dir, es wird leichter, wenn du bei einem großen Label bist. Doch das wird es nicht.“ Mit anderen Worten: Ihre Karriere-Boost kostete sie einiges. Then Comes Silence bewerteten ihre Situation ausführlich, verloren einige Mitstreiter, gewannen mit Mattias Ruejas Jonson und einem gewissen Gentleman namens Hugo Zombie aber zwei große Talente dazu. Gefangen in dieser Einbahnstraße, zerlegten sie ihren Backkatalog, der seit dem 2012 veröffentlichten Debüt „Then Comes Silences“ aus immerhin vier Platten bestand, setzten ihren Sound neu zusammen, probten sich die Hintern wund, spielten so viel live wie nie zuvor. „Wir haben die Band neu gestartet“, sagt Alex. „Das neue Line-Up von Then Comes Silence ist mehr denn je das einer Rock-Band.“

Ihr gewaltiges neues Album „Machine“ spiegelt das wieder: Mehr Rock, mehr Tod, mehr von jener ungesunden Fixierung auf alles Düstere und Furchtbare. „Ich wollte unseren eingeschlagenen Pfad verlassen und nicht einfach ein zweites ‚Blood‘ schreiben.“ Alex nahm diese Neuerfindung todernst (sic!), fungierte sogar als Produzent. „2016 überzogen wir die Aufnahmen mit jeder Menge Geld und hatten keine Ahnung davon, wie wir das kalkulieren sollten“, sagt er ehrlich. „Für eine kleine Band wie uns hatten wir ein üppiges Budget – und hatten keine Ahnung, wie wir es einsetzen sollten. Wir dachten, dass wir uns einfach zurücklehnen und den Ritt genießen können. Der Kater kam erst später.“

„Machine“ kostete Schmerz und Kraft, war in vielfacher Weise ein Weg zurück zu ihren bescheidenen Anfängen als schwedisches Underground-Phänomen. Die packenden Beats, die gespenstisch kalten Melodien, die winterlichen Gitarren und düsteren Hooks zeigen, dass es das alles wert war – selbst jenes „verlorene Album“, das Alex mal so eben vor „Machine“ geschrieben und dann ad acta gelegt hat. Alles führte an diesen Punkt. Alles führte zu betörenden, trübseligen Hymnen wie „We Lose The Night“, „Dark End“ oder „Kill It“. Gemixt von Legende Stefan Glaumann (Rammstein, Deathstars, Killing Joke), schließen Then Comes Silence den Kreis und klingen endlich so, wie sie immer klingen wollten – „wie eiskaltes Wasser, das an einem Novembermorgen aus einer rostfreien Leitung läuft.“ Herzen werden schmelzen. Blut wird gefrieren.

Mit den wehenden Bannern von Post Punk und Goth in Händen, wollen Then Comes Silence vor allem eines sein: Eine Rock‘n‘Roll-Band von der dunklen Seite der Macht. „Es wird bis auf Weiteres keine neuen Bowies, McCartneys, Ramones oder Lemmys geben. Nicht in der gegenwärtigen Popkultur“, findet Alex. „Wir müssen die Rheintöchter sein, die das Rheingold bewachen. Wir müssen die Wächter des Heiligen Grals sein, bis eines Tages die neuen Rock-Propheten geboren werden.“ Äh, Amen?

Dem Schnitter würde das gefallen. Sehr. Nach „Blood“, mit dem Alex vor allem den Tod seines Vaters verarbeitete, kommt das Ende aller Dinge jetzt in einer vollkommen neuen, hinterhältig anziehenden Form. „Es bringt rein gar nichts, gegen den Tod zu rebellieren“, zuckt er mit den Schultern. „Auch wenn der Tod den Hinterbliebenen Schmerz und Leid bringt, müssen wir akzeptieren, dass er für uns alle die Endstation ist. So ist es vorgesehen. Kommt damit klar, denn es wird uns alle erwischen.“ Sobald man sich damit auseinandersetzt, ist sich Alex sicher, wird sich das positiv auswirken. „Wenn wir über den Tod sprechen, singen, nachdenken, werden wir alles um uns herum mehr zu schätzen wissen. Vielleicht können wir sogar eine höhere Lebensqualität erreichen. Ich denke jeden Tag über den Tod nach und bin ziemlich sicher, dass er mich zu einem besseren Menschen macht.“ Der Tod, die ultimative Muse. Björn Springorum

www.facebook.com/thencomessilence
https://instagram.com/thencomessilence
www.youtube.com/user/ThenComesSilence

Quelle: http://www.result-promotion.de

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