das Kultur und Nachrichtenmagazin

Artlantik - Renè Kunkel

0131_2008_100x70Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer...
Licht und Farben der Kanarischen Inseln von Renè Kunkel

Der Mülheimer Künstler René Kunkel präsentiert im Zeitraum vom 6. September bis zum 4. Oktober 2008 seine neuesten Arbeiten in der Galerie-Graf-Adolf.
Der gebürtige Saarländer lebt seit 1979 in Mülheim und hat gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Siegfried Germ die „Kunst im Veedel“ geprägt.

Sie sind sehr mit unserem Stadtteil verbunden. Mit großem Engagement möchten die Künstler durch ihre Arbeiten und deren Präsentationen Menschen in Kontakt miteinander bringen. In diesem Rahmen fanden bereits mehrere erfolgreiche Veranstaltungen statt, so eine große Ausstellung in der Friedenskirche (2006) und im halbjährlichen Wechsel eine permanente Ausstellung in der Praxis Elena in der Wallstraße mit zusätzlichen Lesungen der Gedichte von Siegfried Germ.
Seit frühester Kindheit ist die Malerei für Renè Kunkel ein Mittel, seine Empfindungen zum Ausdruck zu bringen. Zu Beginn ging es noch darum eine möglichst genaue Abbildung zu schaffen, dabei war die Natur selbst sein Lehrmeister. Nun ist die künstlerische Arbeit eine Möglichkeit für ihn, persönliche Eindrücke auf Leinwand oder Papier festzuhalten.

So trägt eines seiner Bilder den Titel „Wolken sind Gedanken“. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Gedanken, Erinnerungen, Wahrnehmungen bei der Entstehung der Werke eine große Rolle spielen.
Mit den Jahren haben sich Vorlieben für bestimmte Maler entwickelt. Stark beeindruckt ist René Kunkel von den Impressionisten wie auch Expressionisten. Die Fähigkeit, Licht und Farben in Stimmungen umzusetzen und mit zum Teil grobem Pinsel brillante Effekte zu erreichen begeistert den Künstler. Der Schaffende möchte die Dinge des alltäglichen Lebens, die unseren kleinen Gesichtskreis erreichen, auf eine höhere Ebene reflektieren. Wie seine Vorbilder verwandelt er die Motive in Farbgedanken.
Die Idee, die Lust zum Malen, entsteht sehr spontan, so Kunkel.
„Oft ist die Vorstellung des fertigen Bildes schon in meiner Phantasie vorhanden. Jedoch zeigt sich dann, bei der praktischen Umsetzung die Schwierigkeit, meiner Vorstellung gerecht zu werden.“
Also trägt er Farben in Schichten übereinander auf, um sie dann wieder mit Schwamm oder Spachtel ganz oder teilweise zu entfernen.
Oft werden sie völlig neu übermalt und mit kräftigen Farben zu blass erscheinende Flächen nachgearbeitet.
Je nach Motiv wird hier auch Seidenpapier eingearbeitet, um plastische Eindrücke zu erzielen. Ein zurückhaltender Gebrauch von Blattgold sorgt für besondere Effekte. Manche Bilder entstehen ausschließlich mit einer Farbrolle, andere nur mit verschiedenen Spachteln oder Pinseln. Vorwiegend verwendet der Künstler Acrylfarben. Somit wird eine ganz besondere Wirkung erzielt, denn verschwommene Ahnungen und kantige Brüche verändern gewohnte Perspektiven. Es entstehen großformatige abstrakte Gemälde, die den Betrachter zum nachdenken und träumen anregen.

Bei den Werken, die Gegenstand der Ausstellung in der Galerie – Graf – Adolf sind, spielen Impressionen von Aufenthalten auf den kanarischen Inseln eine Rolle. „Das besondere Licht, welches die Blume, das Meer, die alte Mauer in anderer Weise darstellt, als dies in unseren Breiten möglich ist, möchte ich in meiner Phantasie „benutzen“, damit malen.
Dies ist sicher ein sehr hoher Anspruch, aber er motiviert mich äußerst stark.“ , sagt der Künstler mit schwärmendem Blick.
Man spürt förmlich die Leidenschaft, mit der Renè Kunkel seine abstrakten Landschaftseindrücke der Inseln im Atlantischen Ozean auf Leinwand gebracht hat.
Neben dem Blick auf Horizont und Meer, erfasst er in seinen Werken die allgegenwärtigen Urkräfte in Form vielfarbiger Gesteinsschichten und grandioser Steilküsten, die Nationalparks mit ihren erstarrten Lavaflüssen – aber auch die lieblichen Hügellandschaften,
Lorbeer- und Heidewälder.
Immer wieder fasziniert von der absoluten Stille der bizarren Vulkanmassive und dem tosenden Atlantik, sowie von ständig neuen Eindrücken im wechselnden Licht der Tageszeiten, zeigt Kunkel in den aktuellen Arbeiten einen erweiterten Blick auf diese kanarischen Landschaften. Hier sei ein Licht gegeben, dass die im Überfluss vorhandenen Farben erstrahlen lässt. Hinzu kommen die Passatwinde, die immer neue überdimensionale Kunstwerke am Wolkenhimmel präsentieren.
Alle diese Eindrücke sind Momentaufnahmen, die Gedanken binden – oder auch davonfliegen lassen können und viele persönliche Deutungen beim Betrachter zulassen. Er soll gefordert werden. Oft sind Wolken, Licht, Wasser nur vordergründig oder schemenhaft dargestellt, so dass in der Phantasie des Schauenden ein ganz eigenes Bild entstehen kann, dem er auch einen anderen Namen geben mag. „So sind die Betitelungen der Werke zu sehen, die nicht für Jedermann Gültigkeit haben müssen. Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn meine Werke beim Betrachter positive Gefühle auslösen“, meint Renè Kunkel.

Sie sind herzlich zur Vernissage am Samstag, 06.09 um 19 Uhr sowie Sonntag 07.09 um
17 Uhr eingeladen eine kleine Reise auf die Kanarischen Inseln zu machen und deren Landschaften durch die Augen des Renè Kunkel zu entdecken. Beobachten Sie ihre Emotionen, die die Gemälde hervorrufen und hören einleitende Worte von Eckhard Köttgen.
In einer Lesung wird Werner Seuken (Dozent und Rezitator) auf Geschichte und Literatur der kanarischen Inseln eingehen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Informationen zur Ausstellung:

Artlantik

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