das Kultur und Nachrichtenmagazin

MAKRO - Barbara Wokurka, Beatrix Rey, Katja Sann, Mohammad Bazzazian

bilderGemeinschaftsausstellung MAKRO

Fotokunst, Gemälde, Objekte, Skulpturen

Vom 5. Januar bis zum 2. Februar 2008 findet in der Galerie Graf-Adolf eine Gemeinschaftsausstellung statt, in der vier ganz unterschiedliche Künstler ihre Interpretationen zum Thema Makro ausstellen.

Die Künstler möchten mit ihrer Ausstellung die Lust am genauen Betrachten wecken, um somit neue Blickwinkel und Perspektiven aufzuzeigen. So können völlig neue Bilder und Formen entstehen. Die Ausstellung trägt den Titel MAKRO und steht unter dem Motto: Kunst des Kreativen besteht in der Gabe das Besondere zu erfassen, es ins Allgemeine zu verwandeln und somit ein neues Besonderes zu schaffen ( Yehudi Menuin ).

Zur Vernissage am 5. Januar um 19.00 Uhr und am 6. Januar um 17.00 Uhr sind alle Kunstinteressierten und Neugierigen eingeladen.

Wir stellen Euch hier die Künstler vor:

Barbara Wokurka

Die vielseitige Künstlerin Barbara Wokura (geb.1961) wuchs in einem Dorf in der Nähe von Kassel auf. Sie begann bereits im Kindesalter zu malen. Während der Schule und des Studiums vertiefte die Architektin ihre Kenntnisse. Da sie sehr viel experimentiert, konnte sie sich vieles autodidaktisch beibringen.

Hauptsächlich malt sie mit Acryl, Öl, Tusche, Kreide und Aquarellen. Zudem bildet sie Skulpturen und fotografiert. Seit 1998 stellt Barbara Wokurka ihre Werke z.B. im Kulturbunker Mülheim (Köln), im Kunstwechsel (Siegen),im Metecolor (Siegen) und bei Mercedes (Langenfeld) aus. Ehrenamtlich ist die sozial engagierte Künstlerin im Vorstand des Kulturbunkers Mülheim, wo sie auch ihr Atelier eingerichtet hat. Wir haben Barbara gefragt:

Was ist deine Motivation für die künstlerische Tätigkeit?

Das Arbeiten ansich, etwas entstehen zu lassen, was beim Betrachter eine Reaktion auslöst ist für mich die eigentliche Motivation. Ich folge meiner Lust am Untersuchen und probiere dadurch ständig neue Projekte aus.

Was möchtest du mit deinen Werken ausdrücken?

Ich greife bestimmte Themen oder Situationen auf und transformiere diese auf meine eigene künstlerische Art und Weise. So entstehen Werke, die einen direkten Bezug zu etwas bestimmten haben. Hierbei arbeite ich meist mit Schichtungen und lasse so ein Bild Stück für Stück entstehen.

Werkbeschreibung Ikarus (2005):

Dieses Gemälde ist in Mischtechnik aus Tusche, Acryl und Ölkreide entstanden. Der Ansatz war, möglichst monochronistisch und abstrakt den rasanten Absturz von Ikarus darzustellen. Die Farben wurden so gewählt, dass Feuer und Asche assoziiert werden. Dem achtsamen Betrachter werden Details sichtbar, die kollagenartig eingebaut sind.

Ausführliches Interview: Barbara Wokurka

Beatrix Rey

Die hauptberufliche Diplom-Sozialarbeiterin wurde 1958 inFrankfurt/Main geboren und ist in Mannheim und Köln aufgewachsen. Sie kreiert Schmuck und Objekte, hauptsächlich aus Fundstücken. Dabei reizt sie zu sehen, was aus ihnen wird. Sie kommuniziert mit den Materialien. Für Beatrix Rey ist die Natur an sich schon ein Kunstwerk. Seit 1995 nimmt Rey jährlich an Gemeinschaftsausstellungen teil. Dadurch entwickelten sich neue Perspektiven und sie fing an auch andere Objekte aus Fundstücken zu kreieren und in sie zu integrieren.

Wir haben Beatrix gefragt:

Was ist deine Motivation für die künstlerische Tätigkeit?

Ich finde es spannend mich kreativ mit der Umwelt auseinander zu setzen, mit den Menschen, aber auch mit den Materialien, die mir begegnen. Wenn ich etwas finde, weiß ich manchmal gleich was daraus wird und manchmal ergibt es sich in der Arbeit. Für mich ist Kunst - Kommunikation.

Was möchtest du mit deinen Werken ausdrücken?

Ich habe schon immer gesammelt. Ich finde Gegenständlichkeit sehr interessant, also habe ich angefangen Schmuck aus Fundstücken herzustellen, um Schrott so wieder eine Bedeutung zu geben.

Werkbeschreibung des Objektes Bretter (2006): 

Es sind Bretter, die die Künstlerin am Rhein gefunden hat, sie nahm die Künstlerin Mutter Natur zu Hilfe, die die Hölzer durch Witterung bereitsgestaltet hat. Es zeigt die Bretter, die uns oft in unserem Leben umgeben, und den Blick für das Ganze versperren.

 

Katja Sann

Wurde 1963 in Düsseldorf geboren und arbeitet seit 1991 als Architektin. Zunächst entstehen in unregelmäßigen Abständen Zeichnungen und Gemälde. Sie probierte verschiedene Techniken aus, wie Pastell, Aquarell und Tusche. Darüber eröffnete sich ihr der Zugang zur Architektur. Ihre Schwerpunkte legte sie dabei auf Bauhaus und Le Corbusier. Während ihres Studiums entstehen erste Fotografien. Ihr Interesse für diese Ausdrucksmöglichkeit vertiefte sich, durch die Begegnung mit denFotokünstlern Bernd und Hilla Becher. Seit 1998 entstehen Fotoarbeiten zu den Themen Architektur und Natur. Zur Zeit beschäftigt sie sich mit dem Thema Typologien.

Katja Sann zeigte ihre Impressionen, Momentaufnahmen und Stimmungsbilder bereits in zwei Gemeinschaftsausstellungen im Kulturbunker Mülheim.

Wir haben Katja gefragt:

Was ist deine Motivation für die künstlerische Tätigkeit?

Mich reizt das Festhalten von Dingen. Außerdem möchte ich die Menschen für das banale sensibilisieren. Auch mir ist die Kommunikation mit meiner Umwelt sehr wichtig, was ich durch die Kunst intensivieren kann.

Was möchtest du mit deinen Werken ausdrücken?

Durch Typologien und Dokumentationen aus dem Blick des Chronisten, will ich Möglichkeiten, des vergleichenden Betrachtens aufzeigen. Daher löse ich meine Motive aus dem städtebaulichen, architektonischen Zusammenhang heraus. So erreiche ich beim Betrachter eine neue Sichtweise.

Mohammad Bazzazian

Ist 1948 geboren, beschäftigt sich hauptsächlich mit abstrakter Fotografie. Er entdeckte sehr früh seinen Hang zu arrangierten und gestellten Bildern. In späteren Jahren kam die abstrakte Fotografie hinzu, die sich bis heute wie ein roter Faden durch seine Werke zieht. In den siebziger und achtziger Jahren hat er keramische Objekte nach eigenen Entwürfen angefertigt. Hier galt für ihn Verfremdung mit praktischem Nutzen zu vereinen. In letzter Zeit beschäftige er sich vermehrt mit der Bildhauerei. Neben der Arbeit mit Natursteinen fertigt er auch Objekte aus Restmaterialien. Mohammad Bazzazian ist mittlerweile im Vorruhestand und beschäftigt sich neben einem Philosophiestudium nun sehr stark mit seinem künstlerischen Schaffen.

In den letzten Jahren hatte der gebürtige Iraner Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im Kundenzentrum der Energieversorgung Leverkusen und in Cafes und Bürgerzentren.

Wir haben Mohammad gefragt:

Was ist deine Motivation für die künstlerische Tätigkeit?

Ich möchte etwas besonderes schaffen. Durch das Abstrahieren meiner Motive, habe ich die Möglichkeit ganz banalen Themen einen unverwechselbaren Charakter zu geben.

Was möchtest du mit deinen Werken ausdrücken?

Meine Absicht ist, den Betrachter zur eigenen Deutung der Bilder zu animieren. Wenn der Betrachter sein eigenes Fotografieren hinterfragt und dadurch einen individuellen Stil entwickeln möchte, ist der Sinn der Ausstellung meiner Bilder erfüllt. Aber auch dann, wenn jemand meine Fotos einfach nur genießt.

Wir bedanken uns bei den Künstlern für Ihre Unterstützung.

Weitere Informationen: MAKRO

 

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