das Kultur und Nachrichtenmagazin

Der „gesteuerte Zufall“ - Über die Entwicklung von Kreativität

Gespräch mit dem Kölner Künstler Rolf Jahn in seinem Atelier am 04.06.2009
von Gerda Reiff

„Gesteuerter Zufall“ nennt R. Jahn eine bestimmte Phase im Malprozess, in der es darauf ankommt, nichts Konkretes erreichen zu wollen.

Kreativität als gefragte Fähigkeit
Unternehmen und Organisationen erwarten von Führungskräften und MitarbeiterInnen gleichermaßen, dass sie neue Ideen entwickeln zu Produkten und Prozessen. In Stellenanzeigen und Anforderungsprofilen erscheint der Begriff "Kreativität" in schöner Regelmäßigkeit. Was genau sollen Menschen da eigentlich tun und mitbringen an Arbeitsplätze, die streng durchorganisiert sind und zielgebundene Tätigkeiten vorsehen?
Uns als Berater stellen sich da viele Fragen. Daher haben wir uns entschlossen, mit Künstlerinnen und Künstlern über dieses Thema zu sprechen. Ihre Erfahrungen mit Kreativität interessieren uns. Ich beginne mit einem Atelierbesuch bei Rolf Jahn. Er malt und bietet offene Ateliers an, in denen TeilnehmerInnen sich auf einen künstlerischen, kreativen Prozess einlassen können. In diesem Beraterbrief ist ein Ausschnitt des Gesprächs zu lesen.

Der Künstler und die Kunden
Gerda Reiff (GR): Wir als Unternehmensberater und Coaches haben oft mit Menschen zu tun, die sich neu orientieren und in Krisensituationen sind. Diese begleiten wir ein Stück weit mit unseren Methoden. Mit welchen Anliegen kommen die Menschen zu dir in dein Atelier?

Rolf Jahn: (RJ): Sie kommen natürlich mit ihrem Interesse an Bildern. Dann, um Bilder und Postkarten zu kaufen. Des Weiteren kommen Leute, die gerne eigene Bilder zeigen und gleichzeitig fragen, ob sie die ausstellen können, auch hier ausstellen können. Und wenn das nicht geht, wo denn ihre Sachen hinpassen.
Dann gibt's eine ganze Reihe von Leuten, die um Hilfe bitten bei allem Möglichen, also: Die Katze ist in den Schacht gefallen. Oder es sind Kartons von 25 kg zu schleppen, rauf in den 5. Stock oder runter, was gerade anfällt in der Nachbarschaft. Dann wird gerne Geld gewechselt; nach dem Weg wird gefragt, das Auto soll ein- und ausgeparkt werden, die Toilette wird benutzt, das Telefon ...
Sehr oft gibt’s natürlich noch die Frage nach Malkursen für sich oder die Kinder. Dann wollen die Leute Bilder rahmen lassen oder es werden mir ganze Sammlungen angeboten, komplett alle Bilder von irgendwem und irgendwas. Das ist jetzt nur eine kleine Auswahl dessen, was hier bei mir im Atelier täglich so passiert.
Eigentlich kommen die Leute mit allen erdenklichen Anliegen. Manchmal, so wie jetzt während unseres Interviews, habe ich meine Ateliertür abgeschlossen und wenn dann jemand an der Tür rappelt und nicht gerade in der Tür kollabiert, dann gehe ich auch nicht hin. Wobei ich dieses Offensein grundsätzlich gut finde. Es gibt eine ganz bunte Mischung, die ich persönlich auch mag und schätze, aber eben nicht mehr jeden Tag. Ich muss diese Dynamik immer austarieren und in der Waage halten, damit sie für mich gut ist.

GR: Genau: „in der Waage halten“, ich habe das Gefühl, wenn ich dir zuhöre und mir vorstelle, was hier passiert so jeden Tag oder in der Woche, dann könnte man sagen, dass dein Atelier sehr dazu einlädt, sich spontan zu verhalten. Da ist eine Menge an Spontaneität ...

RJ: Ganz viel direkte Bedürfnisbefriedigung! Mein Atelier ist so einladend, dass jeder mit allem hier rein kommt, ganz übertrieben gesagt. Obwohl, das ist jetzt ein Potpourri aus 10 Jahren. Ich finde es eigentlich reizvoll, dass es so ist. Das andere Extrem, diese verschlossenen Rollläden oder Kellerräume, ein abgetrennter Raum in der eigenen Wohnung, ein Dachboden, solche Arten von Künstlerateliers habe ich alle durchprobiert. Das ist eine Form, die lange gut war. Manchmal hätte ich schon jetzt gerne einen abgetrennten Raum, in dem ich für die Außenwelt nicht erreichbar bin, wo ich mich für Arbeitsprozesse konsequenter zurückziehen kann, aber im Grunde ist der Kontakt zu den unterschiedlichen Menschen wichtig für mich.

GR: Es ist aber nicht so, dass die Menschen sehr zielgerichtet hier sind, so wie man zum Beispiel sagt, man geht jetzt einkaufen und hat eine Liste, da hält man sich dran und kauft bestimmte Produkte, sondern ...

RJ: Ja, auch ..., natürlich ist mir am liebsten, es kommt einer rein und sagt: „Das Bild find' ich schön, ich geb' dafür 500 €. Danke schön. Auf Wiederseh'n.“ Das ist natürlich am schönsten. Aber bis es dazu kommt, kann dies schon mal 3 bis 18 Jahre Rundumbetreuung benötigen. Das heißt, die Leute müssen fünfzehneinhalb Jahre lang zweimal im Jahr eine schriftliche Einladung von mir haben, damit sie sich sicher sein können - und nach 15 Jahren sind sie das in der Regel -, dass ihre 500 € gut angelegt sind. Bei anderen Dingen haben die Leute ja oft keine Probleme was das Geldausgeben betrifft, aber wenn es um Kunst geht, dann müssen sie sich schon sehr sicher sein, dass diese oder jene Ausgabe richtig ist. Eine Interessentin trieb es mal auf die Spitze. Ich sollte ihr hoch und heilig versichern, dass ich mein ganzes Leben lang als Maler tätig sein werde. Nur dann wollte sie das Bild, das ihr gefiel, auch kaufen.

GR: Wie geht es dann weiter mit den Leuten, die hier im Atelier Bilder kaufen. Bekommst du etwas darüber erzählt, wie es den Leuten mit den Bildern geht in den Wohnungen? Kommen die Käufer dann wieder?

RJ: Unterschiedlich. Es gibt den einmaligen Kauf, aber die meisten Kunden kaufen öfter. Natürlich mache ich bestimmte Angebote, wie Sammlerfeste oder andere regelmäßige Veranstaltungen. Oder ich versende zu bestimmten Anlässen persönliche Grüße. Dies hilft schon, die Leute langfristig zu binden, und das ist dann für beide Parteien schön. Ich kümmere mich natürlich auch immer um die Neukundenakquise, aber für mich ist es natürlich praktischer, wenn die Menschen Lust haben, sich kleine Sammlungen meiner Arbeiten zuzulegen, wie es einige meiner Kunden machen, die sich 10, 20 oder 30 Bilder nach und nach zugelegt haben. Oft werde ich von meinen Kunden eingeladen, meine Werke in ihren Wohnungen anzuschauen.

Wie der Künstler Menschen zum Malen motiviert

GR: Wenn wir jetzt noch mal auf das Anliegen von Leuten zurückkommen, mit den Bildern was zu machen oder auf deine Angebote zum Malen. Wie erlebst du die Leute da, und wie entwickeln sich da die Prozesse?

RJ: Es gibt drei Gruppen, auf die sich die Leute ungefähr gleich verteilen. Die eine Gruppe will eigentlich gar nicht groß selbst kreativ sein, sondern geht ins Theater oder ins Konzert, kauft sich Bilder und ist dann zufrieden, sich dafür bewusst entschieden zu haben. Die andere Gruppe würde gerne selbst kreativer sein, denkt aber, dazu nicht in der Lage zu sein. Diese Menschen kaufen sich dann etwas, was sie schön finden.
Und die nächste Gruppe ist dann eigentlich die, die weiß, dass sie kreativ sein kann, sich aber keine Zeit dafür nimmt. Grundsätzlich würden die Menschen dieser Gruppe es tun, und sie wissen ja eigentlich auch, dass sie es gerne machen, aber sie nehmen sich keine Zeit oder haben sie schlichtweg nicht. In diesem Fall empfehle ich einfach, sich einen Termin zu setzen. Sich einmal im Monat einen Nachmittag zu Hause hinzusetzen, die Tür abzuschließen, sich selbst einen kreativen Bereich zu schaffen und dann mit Lust auf das Malen einfach mal anzufangen. Und vielleicht sogar eine kleine Ausstellung vorzubereiten, für Freunde, Familie und Nachbarn. Oder sich einen kleinen Adressverteiler anzulegen und sich mögliche Kontakte zu überlegen.
Es kostet jedoch Überwindung, sich dafür konsequent Zeit zu reservieren.

GR: Kannst du beschreiben, was du in deinen offenen Ateliers mit den Menschen machst?

RJ: Das sieht so aus, dass ich in einem solchen Rahmen mehrere Arbeitsplätze einrichte und auch selbst etwas mache. Dann führe ich den Teilnehmern etwas vor, indem ich mich in einen kreativen Prozess begebe und zum Beispiel zeichne. Dies kann sehr schnell gehen, ein bis fünf Minuten, und über das Gesehene werden die Teilnehmer dann selbst schöpferisch aktiv. Es kann aber auch Stunden oder Tage dauern, wie bei Malaktionen in der Psychiatrie oder an öffentlichen Orten, bis aus dem Umfeld Interessenten kommen und über das Gesehene motiviert sind, selbst etwas zu machen. Wenn die Leute dann bereit zum eigenen kreativen Prozess sind, versuche ich sie zu motivieren. Viele sagen ja, sie könnten nicht malen. Dies hat oft einen Grund, nämlich, sie wissen vorher schon, was sie erreichen wollen. Und wenn sie das nicht erreichen, sagen sie, sie könnten eben nicht malen. Diese Mechanismen versuche ich meinen Teilnehmern nahe zu bringen und gebe ihnen vor, mal eine halbe Stunde nichts erreichen zu wollen. Dann sage ich sehr plastisch: „Sie dürfen keine Katze malen und auch keinen Baum, keine Figuren, die etwas 'Richtiges' ergeben. Realistisch sollen sie schon gar nicht malen und was Abstraktes auch nicht.“ Sie dürfen mit dem Pinsel, dem Spachtel arbeiten, dürfen kratzen, drücken, pressen, wischen usw. Alle Teilnehmer arbeiten gleichzeitig. Sie sollen sich dem Prozess hingeben, den ich gerne als „gesteuerten Zufall“ bezeichne. Man weiß zwar, was man tut, aber versucht nicht, das Haus der Großeltern, mit dem Baum davor und der Katze aufs Papier zu bringen. Man gönnt sich zunächst nur eine halbe Stunde, um sich an den Farben zu erfreuen, am Rot und Grün und Gelb. So kommt man in einen spielerischen Prozess, der einen darin bestärkt, gar nichts Konkretes erreichen zu wollen. Der das Zielgerichtete etwas aufbricht.

GR: Da würde ich jetzt gerne einen Zusammenhang zu unserer Arbeit herstellen. Wir stellen im Beratungsprozess fest, wie blockierend die eigenen und fremden Erwartungen an bestimmte Ergebnisse sein können. Wir merken schon auch, dass es ungemein schwierig ist, diesen Zustand anzusteuern, einmal nichts erreichen zu wollen. Die Taktung von Verpflichtungen, Verbindlichkeiten und Pflichten ist heute so eng, dass der Vorschlag, sich einmal 10 Minuten auf den Balkon hinzusetzen und zu entspannen, schon als Zumutung erlebt wird. Die Klienten sagen, das halten sie im Leben nicht aus. Wenn man weiter fragt, zeigt sich, dass zunächst die Erwartungen von Eltern und Lehrern usw. übernommen wurden, sehr viel in kürzester Zeit zu erreichen und sehr auf Ergebnisse ausgerichtet sich selber zu steuern. Man kann sich kaum dem Getriebensein entziehen. Das finde ich noch mal einen wichtigen Punkt, weil wir da an ziemlich ähnliche Erlebnisse kommen. Wenn sich TeilnehmerInnen bei deinen Angeboten dann aber auf die Malprozesse einlassen können, wie geht das dann für die weiter? Sie nehmen sich die Zeit, sie experimentieren mit Farben, malen keine fertige Figur ...

RJ: Das bezieht sich auf den Anfang, wenn dann diese halbe oder eine Stunde nur mit dem Material umgegangen wird. Also nach ein paar Minuten ist eigentlich das Eis gebrochen und die TeilnehmerInnen können dann den für sie völlig ungewohnten freien Prozess genießen. Dann bin ich gerne schon an einem Punkt, das Ganze wieder zu konkretisieren. Möchte es dann nicht mehr frei lassen, sondern dass die entstandenen Dinge als Bilder auch beendet werden oder in einer Art und Weise als Bilder funktionieren. Ein Bild soll als Bild fertig und erkennbar sein. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder sind die Leute, wenn sie zeichnen können, zufrieden damit, wie sie zeichnen. Oder sie zeichnen realistisch, figürlich oder abstrakt oder eben auch raldystisch. Oder zaubern mit einer gewissen Mühe eben was, was ihnen selbst in den Sinn kommt oder einfällt oder was ihnen gefällt. Das sind dann so die verschiedenen Möglichkeiten.

GR: Noch mal aus deiner Rolle gedacht: wenn du andere Menschen in den unterschiedlichen Formen anleitest, sich der Malkunst zu widmen, worauf achtest du?

RJ: Was ich halt gerne mache, ist dieses Zeigen, das finde ich wichtig, um so eine aktive Entweihung des Kunstwerks vorzunehmen. Also ich zeige eigentlich: So einfach ist das! Das ist einfach nur: den Pinsel nass machen, in Farbe tauchen und dann den Pinsel auf den Untergrund schlagen. Mehr ist es nicht. Und das ist auch so bei den großartigen Werken, die in den Museen hängen und Trallala, wo hunderttausende von Euro gezahlt worden sind für Kunst der Moderne. Viele Bilder der Moderne sind schnell entstanden, in oft kurzen, heftigen Prozessen. Manche Künstler legen diese Prozesse oft übereinander und haben dann halt auch mehr Arbeit. Aber vom Prinzip her hat die Entwicklung der Moderne damit zu tun, dass einfach alles schnell gehen muss. Ich zeig das halt, und dann hat das mehrere Wirkungen: Zum einen nimmt es einem die Scheu und es hilft, selbst auch kreativ tätig werden zu wollen. In dem Moment, wo die Bereitschaft entsteht, die Lust, wirklich selbst was machen zu wollen, ziehe ich mich zurück und betreue nach Bedarf, sobald ich merke, dass irgendeiner hakt oder irgendwie nicht zurecht kommt. Das ist dann nach oben offen. Ich kann mir auch Massenmalen vorstellen. Ich denke, das würde auch funktionieren.

raldystisch: Begriff, den Rolf Jahn erfunden hat und für seine Malkunst verwendet.

Die heilende Kraft des kreativen Prozesses

GR: Viele KlientInnen kommen ja mit starken Vorbehalten und einer Haltung gegenüber dem Beratungsprozess, die ich oft als „Faszination des Grauens“ bezeichne. Es wird gefürchtet, dass man „enthüllt“ wird in der Arbeit. Das möchte ich dann auch in einem ersten Schritt „entweihen“.

RJ: Ja, selbst auch Sachen zu sich zu kriegen, die man vielleicht gar nicht will. Es gibt Teilnehmer, die wollen sich gar nicht festlegen. Ich merke oft, dass Leute Angst davor haben, ein selbst gemaltes, eigenes Bild zu sehen. Es ist interessant, wie viele verdeckte Bilder sie beschützen möchten. Viele, die sich nicht trauen zu malen, die wollen das auch gar nicht. Aber irgendwie reizt es sie dann doch.

GR: Ich möchte von diesen Erfahrungen aus auf einen Punkt zu sprechen kommen, der mir in dem Zusammenhang wichtig ist. Im Klischee wird Kunst heute oft in einen Gegensatz zu Realität gebracht. Auf der einen Seite Emotionen, Phantasie, nichts Greifbares und Konkretes. Das gemalte Bild schon, aber der Prozess wird oft mystifiziert in dem Sinn, dass man speziell begabt sein muss und einen besonderen Genius mitbringt, dann muss man eine spezielle Eingebung haben und dann kommt etwas Besonderes zustande.
Kunst also auf der einen Seite und der harte Alltag, das Konkrete, das Banale, die Realität auf der anderen Seite. Viele Menschen erleben sich auf der Alltagsseite, weit weg von Emotionen, Phantasie und Kreativität. Die entwickeln natürlich auch Phantasien und spontane Impulse, geben dem aber wenig Raum und Zeit im konkreten Handeln. Das führt dazu, dass sie viel stärker von den unausgesagten und ungelebten Phantasien beherrscht werden als Menschen, die sich künstlerisch damit befassen. Als Folge davon wird weniger klar gedacht und gehandelt. Die eigenen, auch beruflichen Rollen bleiben unausgeformter, die Menschen bleiben vor der Tat, Entscheidungen werden nicht getroffen, man überlegt sich alles tausendmal, was zu tun ist. Es werden endlos Verzögerungstaktiken angewandt, es entsteht kein Bild davon, wo es hingehen soll, man gibt keine klaren Anweisungen und vermeidet aktive und beherzte Rollen. Die Aufmerksamkeit für die Technik scheint aus unserer Erfahrung diese entstehende Passivität noch zu befeuern und zu unterstützen. Aus unserer Sicht sind oft die Menschen realitätstauglicher, die sich aktiv um ihre Träume, Tagträume und Phantasien kümmern und diese ausgestalten im Bilder malen, Gedichte schreiben oder wie auch immer. Mal ketzerisch gefragt: zählen „knallharte, zahlenfixierte ManagerInnen“ eher zu den realitätsfernen und handlungsunfähigen Akteuren in unserer Gesellschaft?


RJ: Was du beschrieben hast, merke und sehe ich natürlich auch. Und ich gehe da vielleicht noch einen Schritt weiter. Ich bin überzeugt von der heilenden Kraft des kreativen Prozesses. Ich würde überspitzt sagen: Wer täglich malt, ist gesünder, weil diese Übung mehr aushalten und spontaner reagieren lässt. Wenn in diesem Sinne mehr Kultur betrieben würde, dann würde unsere Welt auch anders aussehen. Das bestärkt natürlich auch meinen Wunsch, eben dies zu vermitteln. In den letzten 10 Jahren wurden Leistungsanforderungen aufgebaut, die überhaupt nicht nötig sind. Da sind die kreativen und absurden Potenziale sehr, sehr wichtig. Selbst die kleinen Kritzeleien, die wir am Telefon machen, tragen wesentlich dazu bei, das Gespräch besser zu speichern. Was ich beim öffentlichen Bild über Kunst und Kultur ein bisschen schade finde, ist, dass es immer so ergebnisorientiert ist. Beim Kunstmarkt geht es nur um die Preise, bei den Theater- und Buchbesprechungen geht es immer nur um die ganz großen und hippen Nummern und Trallala und so. Und das finde ich nicht so wahnsinnig reizvoll. Ich denke, die Prozesse selbst und dass das Schöpferische an sich sind viel interessanter als die Endprodukte. Ein Lifekonzert ist einfach schöner als eine CD. Ich persönlich setze mich lieber in ein Konzert, weil es wichtig ist für mich, die Prozesse mitzukriegen. Das Malen finde ich viel spannender als die Ergebnisse, die da raus kommen. Wobei ich nichts gegen ein schönes Bild habe, aber der Prozess, den finde ich persönlich viel spannender.

GR: Was muss man tun, um dir zu begegnen und mit dir im offenen Atelier zusammen zu arbeiten?

RJ: Auf meine Homepage gucken, mir eine Email schreiben, mal anrufen. Wenn ich eine Adresse habe, dann schicke ich gerne Einladungen zu Veranstaltungen.

Literatur- und Veranstaltungstipps
Rolf Jahn: Entschuldigen Sie bitte, wo geht es denn hier zur Kunsthalle? Rasch-Verlag 2008, 18,- €.
Wenn Sie Rolf Jahn nicht persönlich in seinem Atelier besuchen können, lesen und betrachten Sie dieses aktuellste Werk von Rolf Jahn und über ihn und sein Werk.

Malen mit Rolf Jahn in Österreich
Wenn Sie Lust bekommen haben, unter Anleitung von Rolf Jahn zu malen, und das zudem in einer schönen Umgebung, fahren Sie doch Ende September bzw. Anfang Oktober nach Österreich:
• 28.-30. Sept. 09: "Im Wachen Träumen" - Malerei und Zeichnung mit Rolf Jahn. Akademie Geras, Österreich
• 01.-04. Okt. 09: "Im Wachen Träumen" - Malerei und Zeichnung mit Rolf Jahn. Akademie Geras, Österreich.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Mal- und Zeichenkurse finden in der Akademie Geras, Hauptstr. 1, A-2093 Geras (Österreich) statt. (Tel.: +43 2912 333). Es ist jeweils Platz für max. 10 Teilnehmer/innen.
Die Seminargebühr beträgt 180,- €.
Weitere Informationen hierzu bei der Akademie Geras(www.akademiegeras.at) oder bei Rolf Jahn persönlich:
Atelier Rolf Jahn
Simon-Meister-Str. 25 d
50733 Köln
Fon / Fax: 02 21 - 7 20 04 22
E-Mail: mail@rolfjahn.de

Weitere Informationen zu Rolf Jahn: Galerie-Graf-Adolf

Quelle: Reiff und Schmitz GbR Neusser Str. 355 50733 Köln
Tel.: 0221-75 22 058 oder 76 30 32 www.reiff-und-schmitz.de
e-mail: webmaster@reiff-und-schmitz.de © Gerda Reiff und Stephan Schmitz, Köln 2009

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