das Kultur und Nachrichtenmagazin

23.07.2022 Ausstellung "Love & Life" im Fort Paul

LoveLife Flyer Final Version SeitenGruppenausstellung mit spartenübergreifender Werkschau im Kölner Süden

Köln. Die Künstler Reiner Schlag, Regina Nußbaum, Claudia Cewille, Jana Hesse und Helena Katsiavara stellen im Rahmen der Ausstellung „Love & Life“ am Samstag, dem 23. Juli von 14 bis 21 Uhr im historischen Fort Paul in der Südstadt eine Auswahl ihrer Werke vor. Teils provokant, teils tiefgründig, spielen sie mit den Erwartungen und Projektionen der Besucher und gängigen Rollenklischees.

Reiner Schlag aus Münster gibt sein Debüt in Köln. Bei seiner ersten Ausstellung in der Domstadt präsentiert er Ölbilder auf Leinwand, Siebdrucke und Collagen. Seine Werkschau wird getragen durch Gemälde seiner Serie Naked Everyday Life -
Nacktes tägliches Leben. Hier vermischt Schlag die klassische Aktmalerei mit Collagen. 

Regina Nußbaum präsentiert die Collage „Sex sales“ und andere Werke. Die künstlerischen Ausdrucksformen im Werk von Regina Nußbaum spiegeln ihre inneren Bewegungen wieder. Sie lässt sich von ihrer Umgebung genauso stark berühren und inspirieren wie von inneren Transformationen. Das Werk „Sex sales“ entstand durch das geschenkte Tuch mit einer Werbung für Sonnenmilch. Das Motiv brachte die Künstlerin zunächst in Rage, dann zum Schmunzeln und sie begann, das Tuch auseinander zu schneiden und es auf eine vorbereitete Leinwand zu fixieren. Die Hervorhebung des Zeigefingers durch „Extra-Material“ lässt den Betrachtungs-hintergrund der Künstlerin vermuten. 

Claudia Cewille widmet sich in ihrem künstlerischen Schaffen den immer wiederkehrenden Themen, Liebe, Freiheit, Verlust, Tod und Neubeginn. Die Darstellungen der Lebenszyklen beginnen bei Ihrer Arbeit zumeist mit der Platzierung eines Kreises, dann entsteht zumeist in Mischtechnik das eigentliche Motiv. Die Sparte Totentanz und eine Hinwendung zu spirituellen Betrachtungen hat sich im Laufe der letzten Jahre thematisch durchgesetzt. 

Jana Hesse arbeitet mit Eindrücken und Gefühlen ihrer weiblichen Umgebung, aus denen eine natürliche bunte Palette entsteht. Die Künstlerin nähert sich ihren Erinnerungen in Farbe und formt verschlungene Körperwelten und versunkene Gesichter angelehnt an die Vielseitigkeit der Mode und der Natur.

Helena Katsiavara setzt sich mit der Komplexität der Liebe im heutigen Leben auseinander. Folgende Themen stehen im Fokus: In Zeiten des Wandels bekommt ein Rückzug zu sich selber Priorität, in dem ungelebte Bedürfnisse langsam zum Vorschein kommen. Es entstehen Monologe statt Dialoge, Kommunikation, die Widerspruch nicht duldet. Gezieltes Lieben, etwas was vorher dem Leben einen Sinn verliehen hatte, wird jetzt eine Utopie ohne Topos, ohne Ort und Raum. 

Die gesuchte Liebe im Außen kann nicht mehr vollzogen werden. Was bleibt ist man selbst. 

Helena Katsiavara benutzt  für diese Arbeiten meistens Mixed Media auf Papier.   

Das Fort Paul ist ein Teil von Überresten einer preußischen Backsteinfestung von 1825. Mit seinen zwei Türmen und dem alten Baumbestand wirkt es wie eine Einladung in eine andere Zeit.

Location: Atelier Fort Paul, Eifelstraße 39, 50677 Köln, nahe U-Bahn-Haltestelle Eifelstraße im Volksgarten

Infos: www.regina-nussbaum.de 

Reiner Akt PresseDas nackte tägliche Leben als Collage

Der Künstler und Musiker Reiner Schlag ist Teil der Gruppenausstellung „Love & Life“ am 23. Juli im Fort Paul. Was ihn als Künstler inspiriert und wie er vom Fotorealismus zur Ölmalerei mit Collagen kam, erfahrt Ihr im Künstler-Interview mit unserer Redakteurin Regina Nußbaum. 

RN: „Was stellst du im Fort Paul im Kölner Süden aus?“ 

RS: „Ich zeige Arbeiten aus der Serie „Naked Everyday Life“ und andere Akte auf Siebdruck, Öl oder Collage. Es handelt sich dabei nicht um klassische Aktmalerei, vielmehr stelle ich den menschlichen nackten Körper im Kontext des alltäglichen Lebens dar. Ich kombiniere Ölmalerei mit Collagen. Dadurch entsteht eine neue Dimension, die auch mit gängigen Rollenklischees spielt.“

RN: „Wie kamst du vom Grafik-Design zur Kunst?“ 

RS: „Kunst hat mich schon immer interessiert. Anfangs faszinierte mich der Fotorealismus, später entwickelten sich meine Arbeiten in Richtung expressionistische abstrakte Gemälde und Collagen. Ich liebe es, Neues auszuprobieren. Meistens male ich mit Ölfarben und Acryl auf Leinwänden in allen Formaten.“

RN: „Was und wer inspiriert dich als Künstler?“ 

RS: „Einerseits inspiriert mich das tägliche Leben und meine Begegnungen mit anderen Künstlern/Musikern. Andererseits habe ich mich auch schon immer von Künstlern wie Helnwein oder Jackson Pollock inspirieren lassen.“ 

RN: „Wo würdest du noch gerne ausstellen?“ 

RS: “Im Moment finde ich Köln generell sehr spannend als Ausstellungsort.
Falls also noch jemand Ausstellungsfläche hat, einfach bei mir melden.“ 

RN:“ Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der Ausstellung!“

www.kunstschlag.de

Text: ©Regina Nußbaum
Abbildung: Der Künstler Reiner Schlag, Foto: privat

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