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Für Mülheimer! Ergebnisse der Versammlung der Mülheimer Bürgerdienste

Protokoll der Versammlung

Mülheimer Bürgerdienste
Donnerstag 08.10.2009, 14.00 Uhr
Kulturbunker Mülheim

Protokoll
Teilnehmer 29

Top 1 Vorstellung des Projektes: „Förderung des Bürgerengagements für mehr Sauberkeit, Lebensqualität und Wirtschaftskraft im Umfeld des Marktplatzes und Bürgerparks Berliner Str.“


Frau Müller vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz stellt das Projekt vor. Sie führt aus, dass die Bereitschaft, die Pflege des eigenen Lebensumfelds zu übernehmen, in dem Maße sinkt, wie die Identifikation mit diesem schwindet. Ein Kreislauf negativer Wechselwirkungen gerät in Gang.
Um diesen Kreislauf nachhaltig zu durchbrechen, setzt das Projekt auf eine Veränderung von Grundeinstellungen und Verhaltensweisen der betreffenden Veedelsbewohner. Anstatt durch eine stetige (enorm kostenträchtige) Verstärkung der städtischen Reinigungsaktivitäten die Bürger immer weiter aus der Verantwortung zu entlassen, wird durch ein Maßnahmenbündel, welches durch eine ebenso differenzierte wie konzertierte Vorgehensweise gekennzeichnet ist, der Versuch unternommen, die Identifikation, die Eigenverantwortung und schließlich das Engagement der Veedelsbewohner zu stärken.
Die zentralen Maßnahmenpakete des Projektes sind:
• Öffentlichkeitsarbeit
Sie findet massiv und flächendeckend statt. Sie erfüllt den Anspruch, dass die zentralen Botschaften des Projekts tatsächlich bei den Menschen ankommen.
Die Anforderungen an eine zielgruppengenaue Kommunikation sind daher überdurchschnittlich hoch.


• Zielgruppen im Fokus
Dazu gehören die Kinder im Projektgebiet ebenso wie die Mülheimer türkischer Herkunft. Während die Erstgenannten ein besonders hohes Lernpotential haben, besteht bei den Zweitgenannten ein erhebliches Informationsdefizit, weitestgehend in mangelnder Identifikation und Integration begründet. Die Maßnahmen werden dort stattfinden, wo sich die Zielgruppen im Alltag bewegen.
D.h. in den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen der Kinder und den Netzwerken der Migranten.


• Bürgerdialog
Grundsätzlich gilt die gesamte Bewohnerschaft als Zielgruppe des Projektes.
Zwischen ihr und den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung soll mittelfristig ein konstruktiver Dialog aufgebaut werden. Denn die Mehrheit der Veedelsbewohner – so lautet eine Projektthese - wünscht nach wie vor ein sauberes Wohnumfeld. Dieser Mehrheit wird durch die Einrichtung eines „Bürgerforums“ ein Sprachrohr verliehen. Hier können Missstände benannt und gemeinsam mit der Behörde und ihren Dienstleistern Lösungen gefunden werden.

Eine aktive Mitarbeit der Bewohner/innen an der Umsetzung der Beschlüsse rundet das Bürgerengagement ab.
Aufgrund seines überdurchschnittlichen Verschmutzungsgrades und geeigneter Strukturdaten dient das Areal zwischen dem Marktplatz an der Berliner Straße (südl. Begrenzung) und der Hacketäuer Siedlung (nördl. Begrenzung) modellhaft als Projektgebiet.
Finanzvolumen: 289.250 €
Finanzierung: 80 % „Soziale Stadt“, 20 % „Sauberkeitsprogramm der Stadt Köln“
Zielsetzung: Erhöhung der Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld; daraus resultierend eine größere Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und Engagement zur Verbesserung der Sauberkeit und allgemeinen Qualität des Projektgebietes.
D.h. auch Stärkung des Wirtschaftsstandortes Mülheim Nord. In der anschließenden Diskussion konnte die Höhe des Migrantenanteils im Programmgebiet Mülheim nicht eindeutig geklärt werden.

Aus diesem Grund hier die aktuellen Zahlen:
Einwohner mit türkischem Migrationshintergrund:
Stadtteil Mülheim: 16,9%
Projektgebiet Bürgerengagement: 25,3%
Kontaktpersonen des Projektes:
Sabine Müller Projektleiterin Tel.: 221 24697
Stephanie Dormann Stadtteilmanagerin Tel.: 221 24673
Wilhelmine Streuter Sozialraumkoordinatorin Tel.: 64 709 46

Anmerkung der Redaktion: unter info@lebeart.de übersenden wir Ihnen gern die Konzeptionellen Einzelheiten in PDF - Format.

TOP 2 Vorstellung des Projektes „Berufseinstiegsbegleiter“ Frau Neuwirth vom Kolping-Bildungswerk stellt das Projekt vor.


Auftraggeber: Bundesagentur für Arbeit
Träger: Kolping-Bildungswerk DV Köln e. V.
Standort: Siegburger Str. 233w, 50679 Köln
Dauer: 01.02.2009 - 31.01.2012
Beginn: In der Regel beginnt die Begleitung zu Beginn der 9. Klasse
Ende: Die Begleitung endet ein halbes Jahr nach Beginn einer beruflichen Ausbildung, spätestens 24 Monate nach Beendigung der allgemein bildenden Schule.
Zielsetzung:
• Individuelle Unterstützung der Schüler beim Übergang Schule-Beruf
• Erleichterung der beruflichen Eingliederung
• Deutliche Verbesserung der Chancen auf einen Ausbildungsplatz
• Erlangung der Ausbildungsreife
Zielgruppe:
• Zielgruppe sind leistungsschwächere Schüler, die einen Hauptschulabschluss anstreben und voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, diesen zu erlangen, oder eine Ausbildungsstelle zu finden und zu halten.
Inhalte:
Unterstützung bei :
• Erreichen des Schulabschlusses
• Berufsorientierung und Berufswahl
• Ausbildungsplatzsuche
• Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses

Rahmenbedingungen und Einsatz:
• Hauptschule Tiefentalstraße
• Hauptschule Wuppertaler Straße
• Hauptschule von Bodelschwinghstraße
• Heinrich-Schieffer-Hauptschule
• Hauptschule Nürnberger Straße
• Johann-Amos-Comenius-Hauptschule
6 BerufseinstiegsbegleiterInnen ab Februar 2009 (je 20 Schüler pro Schule): 120 Plätze
3 BerufseinstiegsbegleiterInnen ab August 2009 (je 10 Schüler pro Schule) Zusätzlich 60 Plätze
Pro Schule mindestens 10 Schüler
Präsenszeiten an der Schule: 50 %
Beratungsort an den Schulen: Nutzung der Berufsorientierungsbüros oder Besprechungsräume Kooperation zwischen Schule und Arbeitsagentur
Auswahl der Teilnehmer
• Einzelfallbezogene Auswahl in einem Abstimmungsgespräch zwischen Klassenlehrer und Berufsberatung
• Gewinnung der ausgewählten Teilnehmer/innen durch rechtzeitige Informationsveranstaltung
Schüler und Eltern
Kooperation zwischen Schule und Berufseinstiegsbegleitung (enge Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern, Berufswahlkoordinatoren und der Schulleitung)
Kooperation zwischen Träger und Arbeitsagentur (enge Zusammenarbeit zwischen den Berufseinstiegsbegleitern und den Beratungsfachkräften der Agentur für Arbeit Köln)
Kooperation mit den Netzwerkpartnern (Betriebe, IHK, HWK, Jugendamt, Heime, Familienberatungsstellen, Nachhilfeträger, Beratungsstellen, abH-Träger usw.)


Methode
• Die Berufseinstiegsbegleitung soll bereits während des Besuchs der Vorabgangsklasse der allgemein bildenden Schule beginnen, damit hinreichend Zeit besteht, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, und der Schüler bereits frühzeitig auf die Unterstützung der Berufseinstiegsbegleitung zurückgreifen kann. Im Regelfall beginnt die aktive Bewerbungsphase spätestens ein Jahr vor dem Verlassen der allgemein bildenden Schule. Es ist auch ein späterer Einstieg möglich.


Dokumentation
• Die Aktivitäten der Berufseinstiegsbegleiter werden in der internetbasierten Datenbank „STEP!basis“ der Fa. Ergovia nach vorgegebenen Kriterien der Bundesagentur für Arbeit in Förderplänen laufend dokumentiert. Die Bundesagentur für Arbeit erhält monatlich einen Nachweis über die Beratungskontakte mit den einzelnen Schülern und nach jeder Förderperiode (z. B. nach der 9. Klasse) eine Leistungs- und Verhaltenseinschätzung.

TOP 3 Bericht über das Bewohnerfest auf dem Marktplatz Mülheim

Gabi Schönau von dem Verein Nachbarschaft Köln Mülheim Nord berichtet von einem gelungenen Nachbarschaftsfest auf dem Marktplatz Berliner Str. am 26. September 2009. Die benachbarten Kindergärten und weitere soziale Einrichtungen haben dazu beigetragen, dass ein buntes und vielfältiges Rahmenprogramm stattfinden konnte. Den Abschluss des Festes bildete ein Konzert am Abend, an dem ca. 200 Jugendliche auch aus anderen Stadtteilen teilnahmen. Das Nachbarschaftsfest wird als großer Erfolg bewertet und soll in jedem Fall nächstes Jahr wiederholt werden.


TOP 4 Bericht vom Markt der Möglichkeiten durch das Orga-Team


Der Markt der Möglichkeiten wird von allen Teilnehmern als sehr erfolgreich angesehen.
Vom Orga-Team weist darauf hin, bei künftigen Veranstaltungen den vereinbarten Zeitraum der Standbesetzung einzuhalten, damit die Veranstaltung zum Ende nicht „zerfleddert“. Weitere Anregungen betreffen die Überprüfung der Akustik, da die Beschallung teilweise keine Kommunikation mehr zuließ und den Standaufbau, der stärker themenbezogen zusammengestellt werden könnte.


TOP 5 Verschiedenes

Wilhelmine Streuter hat den Besuch der Ausstellung „Mega-Citys“ des Photographen Esch in der Schanzenstr. 6-20 am 27.10. um 14.00 Uhr organisiert. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Der SSM feiert am 03.11. seinen 30. Geburtstag. Alle Freunde und Unterstützer sind herzlich eingeladen. Gefeiert wird ab 16:00 Uhr in der Halle am Faulbach.

Ein Termin für die nächste Sitzung der Bürgerdienste wird festgelegt, sobald die ersten Bewilligungsbescheide für die Umsetzung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 vorliegen und in diesem Zusammenhang über die weitere Vorgehensweise
berichtet werden kann.
Gez.: Uwe Nahrwold

Protokoll: PDF

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