Informationen über Influenza A/H1N1 – Schweinegrippe

Es wird viel geredet und erzählt über die Schweinegrippe, was zum Teil sehr verwirrend ist.
Hier finden Sie Informationen zu diesem Thema, des Robert-Koch-Instituts, die sachkundig und anerkannt sind.

Präventive Maßnahmen
Die Verbreitung der Erreger soll
* durch die Bedeckung von Mund und Nase beim Husten/Niesen, vorzugsweise mit der Ellenbeuge, nicht mit der Hand,
* Beachtung einer sorgfältigen Händehygiene und
* regelmäßiges Lüften
vermindert werden (siehe auch: www.wir-gegen-viren.de). Grundsätzlich sollen respiratorische Sekrete in Einwegtüchern aufgenommen und anschließend hygienisch entsorgt werden. Erkrankte Menschen sollten sich zu Hause auskurieren.
Da sich die präventiven Maßnahmen für Erkrankte an Saisonaler oder Neuer Influenza nicht wesentlich unterscheiden, siehe auch die Ausführungen unter „Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen (Neue Influenza A/H1N1)“.
Bisher ruft die pandemische Influenza A/H1N1 überwiegend leichte Erkrankungen und vorwiegend in der jungen Bevölkerung hervor. Nach bisherigem Datenstand nehmen die Erkrankungsraten mit dem Alter ab.

Risikogruppen
Für das Risiko einer schweren bzw. sogar tödlichen Influenzaerkrankung offenbaren sich aus verschiedenen Quellen bestimmte, relativ einheitliche Risikogruppen: dies sind die 0- bis 4-Jährigen, Schwangere und Personen mit chronischen Vorerkrankungen. Zu letzteren gehören Atemwegskrankheiten, Herz-Kreislauf-Krankheiten, metabolische Krankheiten (hierbei v.a. Diabetes), Nieren- und Leberkrankheiten, Immundefizienz, neurologische und neuromuskuläre Krankheiten sowie jegliche Krankheit, die die Immunität und die Atemfunktion beeinträchtigen kann, hierunter auch schwere Adipositas. Während neurologische Erkrankungen als Risikofaktoren für Komplikationen einer Influenza im Kindesalter bekannt sind, wurde dies für eine ausgeprägte Adipositas bisher von der saisonalen Influenza nicht als das Risiko erhöhende chronische Vorerkrankung berichtet. Bei Schwangeren gilt, dass das Risiko einer schweren Influenzaerkrankung mit voranschreitender Schwangerschaft steigt. Trotz des bekannten erhöhten Risikos für Personen mit chronischen Vorerkrankungen ist zu bedenken, dass im Vergleich zur saisonalen Influenza der Anteil jüngerer Personen unter den Verstorbenen deutlich höher ist, und dass z.B. bei den 0- bis 9-jährigen Kindern und bei den 20- bis 29-jährigen Erwachsenen etwa ein Viertel der Todesfälle keine chronische Vorerkrankung hatte.
Unterschiede zur saisonalen Influenza
Bei den bisher beobachteten Fällen litt ein signifikanter Anteil der Erkrankten zusätzlich oder monosymptomatisch unter Erbrechen und Durchfall. Auch fehlte bei einem Teil der Erkrankten das Fieber.
Erhebliche Unterschiede zur saisonalen Influenza ergeben sich, wie bereits oben dargestellt, bei den Risikogruppen für schwere Verläufe (Schwangere, Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene insbesondere mit Grunderkrankungen). Insofern ist auf die Entwicklung von Komplikationen insbesondere in diesem Klientel zu achten. Dies gilt vor allem für die Entwicklung einer viralen oder bakteriellen Pneumonie.

Quelle: Robert-Koch-Institut - Merkblätter
Ausführliche Informationen finden sie hier:
Merkblatt