das Kultur und Nachrichtenmagazin

20.08.2022 Yellow Submarine präsentiert Kunst & Co.

yellow submarineGruppenausstellung mit spartenübergreifender Werkschau im Kölner Süden

Köln. Die Künstlergruppe Yellow Submarine stellt mit Gastkünstlern im Rahmen von „Kunst & Co.“ am Samstag, dem 20. August 2022 von 15 bis 21 Uhr im historischen Fort Paul in der Südstadt eine Auswahl ihrer Werke vor. Bereits vor zwei Jahren formierten sich Barbara Burgis-Dittmer und Gregor Dittmer, sowie Katja Zundel und Hans Robert Schmidt zur Künstlergruppe Yellow Submarine. Die Gastkünstler am 20. August sind: Janina Arlt aus Hamburg, Stefan Schweizer aus Köln, Olaf von Dombrowski aus Köln, Reinhard Geller aus Zellertal, Karlotta von Bormann und Regina Nußbaum aus Köln.

Katja Zundel blickt auf mehr als zwei Jahrzehnte Kulturarbeit im Fort Paul zurück, gefördert durch das Kulturamt Köln. Das musikalische Begleitprogramm gestaltet der Kölner Pianist und Komponist Andreas Orwath with friend, Genre: Jazz.

Die interdisziplinäre Künstlerplattform Yellow Submarine hat stetig wechselnde Gäste und präsentiert verschiedene Formate. In Planung sind weitere Projekte, auch auf dem Kunstbahnhof von Barbara und Gregor Dittmer in Albisheim in der Pfalz. 

SAMSTAG, 20. AUGUST 2022
VON 15:00 BIS 21:00

Location: Atelier Fort Paul, Eifelstraße 1, 50677 Köln, Eingang: gegenüber Eifelstraße 56, nahe U-Bahn-Haltestelle Eifelstraße im Volksgarten

Infos:
www.regina-nussbaum.de
www.katjaegler.de

The Travelling Teddy BearThe Travelling Teddy Bear

Der Landschaftsfotograf Olaf von Dombrowski ist Teil der Gruppenausstellung „Yellow SUBMARINE Kunst & Co.“ am 20. August im Fort Paul. Er stellt erstmals in Köln sein Kunst-Projekt „The Travelling Teddy Bear“ vor. Wie dieses internationale Projekt entstanden ist und was ihn als Landschaftsfotograf inspiriert, erfahrt Ihr im Künstler-Interview mit unserer Redakteurin Regina Nußbaum.

Regina Nußbaum: „Was stellst du am 20. August 2022 im Fort Paul aus?“ 

Olaf von Dombrowski: „Auch wenn die Auswahl noch nicht 100%ig getroffen ist, wird es eine Mischung aus Bildern sein, die bereits international erfolgreich ausgestellt wurden und einigen Drucken, die zuvor noch nirgendwo zu sehen waren. Darüber hinaus werde ich aber auch noch einige Tassen, Taschen, Postkarten und den ‚The Travelling Teddy Bear‘-Kalender für 2023 mit ins Fort Paul bringen und natürlich den Original Travelling Teddy Bear.“

Regina Nußbaum: „Wie ist dein Projekt „The Travelling Teddy Bear“ entstanden?“ 

Olaf von Dombrowski: „Ursprünglich aus einem traurigen Anlass. Mein Stiefvater und meine Oma sind kurz nacheinander gestorben und meine Mutter, die in Emden lebte, verließ danach kaum noch das Haus und wurde regelrecht depressiv. Als meine Frau Birgit und ich Urlaub in England machten, entdeckten wir den Teddybären in einem Spielzeugladen und hatten spontan die Idee, dass ‚der Teddybär‘ ein Reisetagebuch für meine Mutter schreiben könnte, um sie wieder aufzumuntern. So machten wir tagsüber Fotos an den Orten, die wir besuchten, und schrieben abends kleine, lustige Geschichten über die Erlebnisse und Abenteuer des Teddybären. Nach unserem Urlaub bastelten wir ein kleines Buch daraus und schenkten es meiner Mutter, die darüber wieder lachen konnte und das Haus verließ, um es Freunden und Bekannten zu zeigen. Fast jeder meinte, dass das eine tolle Idee wäre, und ich mehr daraus machen müsse. Aber da unser Ziel ja bereits erreicht war, hatte ich keine Ahnung, was ich mehr daraus mache könnte. 

Erst zwei oder drei Jahre später, als wir in Cornwall waren, machten wir neue Fotos mit dem Teddybären und fingen an, sie auf Facebook zu posten. Etwa ein halbes Jahr später schrieb uns eine Frau an, die begeistert von den Fotos war und uns darauf aufmerksam machte, dass es in Cornwall ein großes Kunst-Festival gibt und wir die Bilder dort unbedingt ausstellen müssten. Kurz darauf schrieb uns auch der Veranstalter des Festivals an und lud uns ein, die „The Travelling Teddy Bear“-Bilder dort auszustellen. 

Wir hatten zwar absolut keine Ahnung von Ausstellungen, aber sind einfach ‚ins kalte Wasser gesprungen‘ und haben die Chance wahrgenommen. Das war meine allererste Ausstellung. Mittlerweile sind es über 50 in Deutschland, England, Frankreich und den Niederlanden, u.a. in London, Paris oder Hamburg. Wobei witziger weise meine ‚Heimspiele‘ die Ausstellungen in London sind. Deshalb bin ich jetzt natürlich wahnsinnig gespannt auf meine erste Ausstellung in Köln. Aber egal, wo wir sind, es ist immer schön zu sehen, dass die Menschen sofort gute Laune haben, sich freuen und schmunzeln, wenn sie meine Bilder sehen.“ 

Regina Nußbaum: „Was und wer inspiriert dich als Foto-Künstler?“ 

Olaf von Dombrowski: „Ganz einfach: Der Moment. Ein bekannter Fotograf und guter Freund, der in Cornwall lebt, kann einfach morgens aus dem Fenster gucken und entscheiden, wo und wann er seine Fotos macht. Diesen unschlagbaren Vorteil habe ich nicht. Wenn ich unterwegs bin, muss ich die Situation so nehmen, wie sie gerade ist. Ich hätte gerne viele Orte lieber bei Sonne oder andere Orte lieber mit dunklen Wolken fotografiert, aber ich habe leider nicht die Zeit darauf zu warten. So habe ich irgendwann auch mal über Birgit, die alles um das Projekt herum plant, gesagt: ‚Sie organisiert alles, außer das Wetter.“ 

Regina Nußbaum: „Wo würdest du noch gerne ausstellen?“

Olaf von Dombrowski: „Ganz ehrlich? Überall. Aber es gibt ein Projekt, das ich gerne wieder aufleben lassen würde. Leider hatte ich gerade vor dem Beginn der Corona-Pandemie ein Projekt und dem Titel „The hidden and top secret exhibitions“ gestartet. Das sind „The Travelling Teddy Bear“-Ausstellungen an Orten, die für Publikum gar nicht offenstehen und der Öffentlichkeit nur durch entsprechende Fotos und Videos zugänglich sind. Ich habe durch Corona bis jetzt nur eine dieser Ausstellungen gemacht: In dem sehr geschichtsträchtigen Gasthaus ‚Weisses Ross‘ in Pirna, in dem u.a. Goethe übernachtete.

Ich würde die Reihe der „The hidden and top secret exhibitions“ beispielsweise sehr gerne im Spreewald Park, dem einzigen Freizeitpark der ehemaligen DDR, fortsetzen. Der Park ist seit 2002 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich und wird, obwohl die Fahrgeschäfte dort immer noch stehen, mittlerweile von der Natur überwuchert und dominiert. Ich liebe solche ungewöhnlichen Orte. So wie ja auch das Fort Paul ein ganz besonderer Ort für eine Ausstellung in Köln ist.“  

Regina Nußbaum: „Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der Ausstellung!“

Facebook: www.facebook.com/TheTravellingTeddyBear
Instagram: www.instagram.com/the_travelling_teddy_bear
Twitter: www.twitter.com/ttteddybear

Text: Regina Nußbaum

Foto: Olaf von Dombrowski mit seinem „The Travelling Teddy Bear“ vor dem Kölner Fort Paul © Birgit von Dombrowski

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