Brauhauscheck - Die Schreckenskammer

DSC00855Köln und seine Brauhäuser das ist eine lange Geschichte mit viel Tradition und mittlerweile auch ein gutes Geschäft. Besonders Touristen aber auch die Ur-Kölner haben jeweils Ihre bevorzugten Brauhäuser, aber warum, was zeichnet Kölns Brauhäuser aus, wo lohnt sich ein Besuch? Wo gibt’s das leckerste Kölsch und das beste Brauhausmenü. Gute Atmosphäre oder doch nur nix... Köln-Insight.TV hat die überaus sympathische Stadtführerin RitaColonia für einen Ultimativen Brauhauscheck gewinnen können. Wir ziehen mit Ihr durch Kölns Brauhaustradition und werden tapfer berichten.

Zu Anfang haben wir uns Die Scheckenskammer ausgesucht welche eine lange Geschichte hat, sie geht bereits auf das Jahr 1445 zurück. Vor über 570 Jahren befand sich das Brauhaus in der Johannisstraße 40 – 42, hinter dem heutigen Hauptbahnhof. Wisst ihr wo das Marriot Hotel ist, oder Festartikel Schmitz? Genau da war’s. Das Brauhaus hieß damals „zum Milan“, später „zum Marienbildchen“ im 19. Jahrhundert erhielt es den Namen „zur Schreckenskammer“.

Und tatsächlich: Geht man zur gegenüberliegenden Kirche St. Ursula in die sogenannte „goldene Kammer“, dann wird klar warum Schreckenskammer, denn diese Kammer ist gespickt - man kann fast sagen tapeziert - mit Knöchelchen – Reliquien. Bei so vielen Knochen muss man sich erschrecken! Da hilft nur ein leckeres Schreckenskammer Kölsch - und das kann man direkt in der Schreckenskammer genießen. Betritt man das Brauhaus, so ist man sofort im Brauhausgeschehen...... eine urige Atmosphäre, die Köbesse genauso wie man es als Kölner erwartet....frech, haben immer die passende Antwort parat sind aber wirklich schnell und aufmerksam. Eine Besonderheit ist der Sand auf dem Fußboden, genauso, wie man es einst im 19. Jh. hatte. Dieser dient einem praktischen Zweck: Abends kann der Schmutz einfach weggekehrt werden, der sich im Laufe des Tages angesammelt hat.

Uns fällt auf, hier sind wirklich viele echte Kölner Stammgäste und eine von viel Unterhaltung und lachen geprägte Atmosphäre, im hinteren Raum haben wir uns vorher telefonisch einen Platz reserviert, was sehr zu empfehlen ist und von dem Inhaber Hermann Josef Wirtz auch sehr geschätzt wird. Wir bestellen uns ein Kölsch und ja das ist ganz besonders lecker, etwas süßer als normal und trinkt sich wirklich gut. Zum Essen bestellen wir einmal Hähnchenbrust und einmal Steak, das war kein 4 Sterne Essen aber für ein Brauhaus akzeptabel.

ritacologniaFazit: Ein Brauhaus für Kölner und solche die es werden wollen, wegen dem Kölsch ein Muss. Vorher Reservieren ist schon fast Pflicht, sonst benötigt man Glück oder Geduld um einen freien Platz zu ergattern.

Stimmung und Atmosphäre 8 von 10 Punkten, Essen 6 von 10 Punkten, Kölsch 9 von 10 Punkten
Somit 23 von möglichen 30 Punkten...

Und grundsätzlich gilt immer: Das beste Kölsch ist das was Dir am besten schmeckt.

Adresse und Öffnungszeiten:
Schreckenskammer
Ursulagartenstraße 11
50668 Köln
Telefon: 0221-132581
Internet: http://www.schreckenskammer.com

Dienstag bis Donnerstag 11.00 Uhr bis 13.45 Uhr 16.30 Uhr bis 22.30 Uhr
Freitag und Samstag 11.00 Uhr bis 13.45 Uhr 16.30 Uhr bis 24.00 Uhr
Biergarten (Ursulakloster 20) 16.30 Uhr bis 22.30 Uhr Sonntag, Montag und an Feiertagen geschlossen
warme Küche 12.00 Uhr bis 13.45 Uhr 17.00 Uhr bis 21.30 Uhr

In der nächsten Ausgabe testen wir das Brauhaus Wirtz im Vringsveedel
Sie möchten eine Brauhaustour mit RitaColonia erleben: http://ritacolonia.de/stadtfuehrungen-koeln-brauhaustouren.html

Fotos/Text © Köln-Insight.TV & RitaColonia