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Hellas FilmBox trifft POP

161105 Filmforum.2Am 06. November 2016 fand im Filmforum des Museum Ludwig ein Event zwischen Hellas FilmBox aus Berlin und der Kölner griechisch-deutschen Kulturinitiative POP statt.
Drei avantgardistische Filmproduktionen aus Griechenland wurden präsentiert, das Publikum kam mit einer der Hauptinitiatoren, Sandra von Ruffin, Helena Katsiavara und Jürgen Rompf von der POP (Politistiki Omada Protovoulias), ins Gespräch.

Hellas FilmBox entschied sich für eine Auswahl an Filmen, zwei Kurzfilme und einer in Schauspiellänge, die auch schon in anderen deutschen Kinos gezeigt wurde. Das Konzept ist eine Roadmovie, die die deutsche Kinolandschaft, vorwiegend in Großstädten, mit der aktuellen, sehr aktiven Filmszene Griechenlands in Berührung und Austausch bringen soll.
Sandra von Ruffin berichtete von viertägigen Kinoevents in Berlin, die von mehr als viertausend Besuchern wahrgenommen wurden.

Den Anfang machte der Kurzfilm von Ektros Lygizos „Der Spaziergang“, in dem in 10 Minuten erzählt wird, wie eine durch Not verzweifelte Mutter ihre kleine Tochter in eine öffentliche Einrichtung übergibt, da sie ihr kein stabiles Leben mehr bieten kann.
Der dramatische Kern des Geschehens wird kontrastierend in schlichten, sehr beruhigten Bildern eingefangen. Fast meditativ wirken die Alltagsgeräusche, das liebevolle Binden des Haares der Tochter.
Spürbar wird der schwelend düstere Unterton als die Mutter ihrer Tochter ein letztes Eis kauft. Der Abgrund zwischen Sehnsucht und Möglichkeit klafft schmerzend auseinander.

Darauf folgte ein animierter Kurzfilm, „ Abendessen für Einige“, von Stella Kyriakpoulos.
In farbig verzerrter Comicmanier wird der stetige Kreislauf von Fressen und Gefressenwerden gezeigt.
Das sich wiederholende Spiel von gierig gefräßigen Nimmersatten, dargestellt als gestiefelt und geschnürte Großschweine, gekettet durch ihre Gier an weitere Nimmersatt. Der verbindendende Schauplatz ist ein von Speisen überquellender Tisch.
Krümel werden weiteren Gierhälsen am Tischbein zugeworfen, eine Horde von kleinen Kätzchen, die im Zuge des Mangels die Revolution gebären und zum großen Tiger mutieren.
Die Bildsprache ist sehr dynamisch und plakativ. Der Ort des Treibens ist ein verwittertes, hotelartiges Gebäude auf einer Klippe, das stetig abzustürzen droht. Dieser Tanz im Sturm wird durch eine Art Schicksalsmacht, ein monströses annähernd menschliches Wesen, dass alles in der Umgebung befindliche einsetzt und zerstört, um die Fressorgie am Tische in Gang zu halten.
Mal eine ganz andere Vision vom lieben Gott...

Abschließend wurde der 80 minütige und bereits prämierte Film „Der Junge, der von Vogelfutter lebt“ gezeigt. Im Zentrum steht ein junger Mann, der von Armut und Not gedrängt wird. Der Titel ist nicht symbolisch gemeint.
Es wird von Verzweiflung, Sehnsucht und Notwendigkeit nach Kraft und Aktion berichtet.
Hoffnung liegt nicht im Wegschauen.

Die Initiative POP hat es mit der Kooperation zu Hellas FilmBox geschafft, die Kulturschaffenden Griechenlandes stärker in den Focus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. Seit 34 Jahren existiert diese Vereinigung und belebt den internationalen Austausch deutsch-griechischer Kultur.
Die Hellas FilmBox Roadshow wird Ende November in Nürnberg gastieren.

Weitere Infos unter: www.pop-griechische-kultur.de

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