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raum13 - LAB 1869 ZUKUNFTSWERK STADT

raum13LAB 1869 ist eine vierwöchige transdisziplinäre Werkstatt zur Gestaltung unserer zukünftigen Lebenswelten im Herzen des interessantesten Entwicklungsgebietes in Köln. In dieser, dem Publikum zugänglichen, Zukunftswerkstatt wollen wir mit der thematischen Schwerpunktsetzung Kunst & Quartier die Skizze einer Stadt-Utopie programmatisch sichtbar machen, welche sich aus der schöpferischen Kraft des Dialogs zwischen Kunst & Wissenschaft & Politik & Verwaltung & Architektur & Stadtplanung und den partizipierenden Bürgern und Bewohnern eines neu entstehenden Quartiers speist.

Konzept | Leitung: raum13 Kolacek&Leßle
Im Dialog mit: Aude Bertrand / Kulturmanagerin, Prof. Dr. Walter Buschmann / RWTH Aachen, Prof. Dr. Christof Breidenich / Macromedia, HdK Berlin, Britta Eschmann / Die essbare Stadt, Barbara Förster / Kulturamtsleitung, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Gehrke / Universität Freiburg, Katja Gehrke / Bühnenbildnerin u. Innenarchitektin / Dr. Winfried Gellner / Dr. Hanna Hinrichs / Stadtbaukultur NRW, Katharina Mugralla & Henrik Schulze-Neuhoff / Projektleitung Museumsnacht, Peter Manke / Stiftung Die Grüne Stadt, Christiane Müller / Deutsche Kinder und Jugend Stiftung, Anne Müller & Chris Freihaut / Malteser Sharehaus Köln, Marc Müller / Labor am Ebertplatz, Eva Rusch / Initiatorin Mülheimia Quarterly u. Mülheimer Nacht, Dr. Bettina Schmidt-Czaia / Leitung Historisches Stadt Archiv

Wie sähe eine Stadt aus, die sich aus der Kraft der Kunst stetig neu entwickelt und in der das menschliche Miteinander Mittelpunkt und Maßstab bildet? Als Akteur im Schnittfeld zwischen Kunst und Stadtgesellschaft arbeitet raum13 an der Produktion von Zwischen-Räumen als Begegnungsräume, die nicht nur Schichten der Vergangenheit zum Vorschein bringen, sondern auch eine ebenfalls vielschichtige Stadt-Utopie skizzenhaft gestalten. Auf Stadt bezogen, bieten Zwischen-Räume Antworten auf die Frage, wie wir gemeinsam leben wollen. Konkrete Fragestellungen, die mit künstlerischen Herangehensweisen neu beleuchtet werden, reichen von der Zukunft von Mobilität und Arbeit hin zu der Schaffung neuer Lern- und Wohnorte.

1869 statt 08/15 Das derzeit neu entstehende Otto-Langen-Quartier im rechtrheinischen Köln bietet alles zur gleichen Zeit. Hier in der 1. Gasmotorenfabrik der Welt lässt sich nicht nur das kulturelle Erbe Europas sichtbar machen, sondern es können auch mit einer europäischen Stadt verbundene Werte, wie Mit- und Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger, Entwicklung aus dem Bestand, Nutzungsmischung, kulturelle Vielfalt, soziale Integration weitergedacht und erprobt werden und nicht zuletzt in eine konkrete Umsetzung in einen gemeinwohlorientierten Stadtteil münden. Zurzeit bereitet NRW.Urban eine europaweite Ausschreibung zum Verkauf des Areals vor. Die Stadt Köln könnte vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen.

Zur Eröffnung am Samstag, den 5. Mai verwandelt sich das Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste in einen vielfältigen Marktplatz der Innovationen. Akteure aus den Bereichen Kunst & Wissenschaft & Politik & Bürgerengagement stellen ihre zukunftsweisenden Projekte vor wie z.B. das Malteser Sharehaus oder die Essbare Stadt. Eine entscheidende Frage soll aus verschiedenen Blickwinkeln offen betrachtet werden: Nämlich die Frage, wie wir in Zukunft gemeinsam leben wollen. Statt Isotopen oder monokultureller (Nicht-)Orte, die für eindimensionale Persönlichkeiten einprägsam sind, sollen polydimensionale Räume entstehen, die ein vielfältiges Zusammenleben als auch verschiedenartige Antworten auf derzeit brisante stadtgesellschaftliche Fragen ermöglichen.

Am darauffolgenden Sonntag, den 6. Mai starten wir in die sonn - und samstäglichen Denk-Erinnerungs-Frei- und Spielräume. Gleichberechtigte Spezialisten aus Kunst, Design, Architektur und Stadtgeschichte treffen hier aufeinander u.a. Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Gehrke / Universität Freiburg, Prof. Dr. Walter Buschmann / RWTH Aachen, Prof. Dr. Christof Breidenich / Macromedia, HdK Berlin. Es soll diskutiert und dargestellt werden, inwiefern Räume von morgen vielfältig aussehen dürfen, respektive produziert werden können.

Erwartet werden dürfen Formate wie:
- Diskurse (Austausche der verschiedenen Disziplinen),
- Performance und performative Installation,
- performativer Stadt-Parcours,
- theatrale Stadt-Raum-Führungen oder
- Stehgreife.
Ergänzend richten wir an allen Donnerstagen und Freitagen ein Bürgerbüro als weiteren „Zwischen“-Raum ein, wo wir über den aktuellen Stand des Projektes Otto-Langen-Quartier informieren oder einfach ins Gespräch kommen können.

Stadt lebt von diesen „Zwischen“-Räumen als Momente und Orte unwahrscheinlicher Begegnungen, die durch die Mitwirkung verschiedenster Akteure erst möglich werden. Diesen Spalt eines Zwischen-Raumes, in dem Unmögliches möglich gemacht wird, möchte raum13 aufmachen und für eine möglichst breite und bunte Öffentlichkeit offenhalten.

Umsetzung – Schwerpunkte
- Zukunft der Stadt nach der Verstädterung.
- Kunst-(und)-Quartier.
- Erinnerung-Bau(t)-Zukunft.
- Kunst-(und)-Bau für das 21. Jahrhundert.
- Bewegte Körper und neue Mobilität.
Unsere begehbare theatrale Installation auf 8000 qm soll als eine Werkstatt der Künste und der Wissenschaften verstanden werden. In dieser Werkstatt treffen, diskutieren und arbeiten Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Der raum13 ist ein integrierendes Kunstprojekt, das auf gesellschaftliche Herausforderungen bzw. Phänomene reagiert und den sogenannten Hochkulturcharakter ebenso im Blick hat wie die kulturelle bzw. künstlerische Basis. Strukturell muss der raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste mit Themen wie Bildung, Kreativwirtschaft, Stadtentwicklung und Teilhabe verknüpft werden.

Aus der Werkstatt soll ein nicht bloß schein-partizipativer, sondern ein kollaborativer Planungsprozess entstehen, der sich bis Ende 2018 erstreckt und in konkrete Lösungen für menschliche Bedürfnisse mündet. Statt getrennter funktionaler Räume werden Zwischen-Räume bevorzugt. Aufgrund der gesellschaftlichen Neuentwicklungen soll es beispielsweise möglich sein, an einem Ort zu leben und arbeiten, am Arbeitsplatz, ein Familienleben zu haben, oder auf einer gemeinschaftlichen Grünfläche zu spielen und sich zu erholen. Bürger wie Bürgerinitiativen sind in verschiedenen Arbeitsgruppen dort vertreten.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Zukunft des Otto Langen Quartiers seiner Vergangenheit würdig ist. Es handelt sich um einen Ort der Innovation und Identifikation, der mit der Auto-Mobilität die Moderne erheblich prägte. Wir wollen ein Quartier mit menschlichem Maßstab, in dem Kunst und Kultur als auch bürgerschaftliche Beteiligung nachhaltig, sprich von Anfang an, statt nachträglich oder nur symbolisch miteinbezogen werden.

Eröffnungsveranstaltung Sa, 5. Mai ab 18 Uhr

Spezialisten Denk-Erinnerungs-Frei-Spielräume : 6., 12., 13., 19., 20., 26., 27. Mai. 2., 3. Juni – Samstags jeweils um 19:30 Uhr und an Sonntagen um 12 und 15 Uhr

Bürgerbüro: 10., 11., 17., 18., 24., 25., 31. Mai und 1. Juni jeweils von 15-18 Uhr

Aufführungen
So 27. Mai - 15:00 Uhr Do 31. Mai - 15:00 Uhr Fr 1. Jun - 15:00 Uhr Sa 2. Jun - 19:30 Uhr So 3. Jun - 12:00 Uhr So 3. Jun - 15:00 Uhr Sa 5. Mai - 18:00 Uhr So 6. Mai - 12:00 Uhr So 6. Mai - 15:00 Uhr Do 10. Mai - 15:00 Uhr Fr 11. Mai - 15:00 Uhr Sa 12. Mai - 19:30 Uhr So 13. Mai - 12:00 Uhr Do 17. Mai - 15:00 Uhr Fr 18. Mai - 15:00 Uhr Sa 19. Mai - 19:30 Uhr So 20. Mai - 12:00 Uhr So 20. Mai - 15:00 Uhr Do 24. Mai - 15:00 Uhr Fr 25. Mai - 15:00 Uhr Sa 26. Mai - 19:30 Uhr So 27. Mai - 12:00 Uhr

raum13, Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste
Deutz Mülheimer Straße 147-149, 51963 Köln

Weitere Informationen unter: http://www.raum13.com

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