Saubere Luft 2017 bis 2020: Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme - Rund 13 Millionen Euro Bundesförderung für Stadt Köln, KVB, RVK und Koelnmesse

stadt koeln logo2018Am Freitag, 15. Juni 2018, haben Vertreter der Stadt Köln, der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) und der Koelnmesse GmbH im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Bewilligungsbescheide für die Förderung "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" in Höhe von rund 13 Millionen Euro entgegen genommen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die Förderbescheide persönlich überreicht. Der Förderaufruf erfolgte Ende Januar und war an Städte und kommunale Unternehmen in den von Stickoxid-Grenzwertüberschreitungen betroffenen Kommunen gerichtet. Daher werden die Maßnahmen aus dem Sofortprogramm "Saubere Luft 2017 bis 2020" der Bundesregierung gefördert.

Eine gute Nachricht aus Berlin! Ein guter Tag für Köln!, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Ich freue mich, dass uns diese erste, kräftige Unterstützung aus dem Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020 für die Kölner Digitalisierungsprojekte des Verkehrs erreicht. Allesamt sind dies wichtige Maßnahmen aus dem Katalog zur Luftreinhaltung. Stadtverwaltung, Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften haben hier frühzeitig Hand in Hand gearbeitet, sind fachlich abgestimmt und über die Grenzen der Stadt hinaus regional vernetzt vorgegangen. Genau in dieser Form arbeiten wir stringent an der Umsetzung des Maßnahmenkatalogs zur Luftreinhaltung weiter. Durch die explizit für die Mobilitätsprojekte eingerichtete, stadtweite Arbeitsgruppe gelingt es uns, alle Akteure auf einem Wissensstand zu halten, Abstimmungsprozesse zu verkürzen, Synergien zu nutzen und die Umsetzung der Maßnahmen erheblich zu beschleunigen. Damit wird es uns auch gelingen, die aktuellen Fördermöglichkeiten bestmöglich für Köln zu nutzen.

Die Stadt Köln erhält für mehrere Bausteine im Verkehrssystemmanagement den Förderzuschlag des Bundes. Insgesamt werden sieben Maßnahmen mit einem Volumen von knapp zwei Millionen Euro gefördert.

Dazu gehört unter anderem die Einführung eines neuen Formates für erhobene Verkehrsdaten. Die neuen Datenformate dienen zum Beispiel dem verbesserten Austausch von Informationen zu Planungen von Dauerbaustellen in den regionalen Verkehrsnetzen. Baustellen und Sperrungen auf Autobahnen und im städtischen Straßennetz können so besser aufeinander abgestimmt werden. Des Weiteren ist mit verbesserten, genaueren und zeitaktuellen Informationen zu erwarten, dass der Umfang der Behinderungen und damit stockender Verkehr in der Stadt, der großen Anteil an den Schadstoffemissionen hat, deutlich reduziert wird.

Die Förderungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur treffen uns gerade zur richtigen Zeit. Mit den zusätzlichen Investitionsmitteln können wir unsere aktuellen Vorhaben zur Digitalisierung gut ergänzen und weitere nutzbringende Funktionen etablieren,

freut sich Andrea Blome, Beigeordnete für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur der Stadt Köln.

Als Projektpartner ist die Stadt Köln auch an einem städteübergreifenden Vorhaben der OCA –(Open Traffic Systems City Association) beteiligt. Für die Einführung kooperativer Systeme, nämlich zur direkten Kommunikation zwischen Ampelanlagen und Fahrzeugen, wird gemeinsam mit den Städten Hamburg, Stuttgart, München, Düsseldorf und Kassel örtlich geprüft, welche weiteren Systemanpassungen zur Realisierung erforderlich werden. Ziel ist es, Ampeln und Fahrzeuge so miteinander kommunizieren zu lassen, dass Fahrer sehen, mit welcher Geschwindigkeit sie fahren müssen, um beim Eintreffen an der nächsten Ampel Grün zu erhalten. Die Fahrzeuge melden der Ampel ebenfalls, dass sie auf diese zufahren. Im Idealfall kann der Verkehrsrechner die Ampel vor dem Eintreffen auf Grün schalten. So sollen Stopps, die mit einem höheren Schadstoffausstoß verbunden sind, vermieden werden.

Die Digitalisierung des Nahverkehrssystems ist Schwerpunkt bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und der Regionalverkehr Köln GmbH.

Die KVB erhält Fördergelder in Höhe von rund neun Millionen Euro für zwei Projekte im Bereich Digitalisierung, mit denen vor allem die Fahrgastinformation verbessert werden soll. Des Weiteren sind bereits zwei weitere Projekte im Umfang von fast drei Millionen Euro eingereicht; die Förderbescheide sollen zeitnah postalisch zugestellt werden.

KVB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske:

Ohne mehr Bus und Bahn keine Luftreinhaltung. Eine gute, verlässliche Kundeninformation ist ein wesentlicher Baustein, um den ÖPNV attraktiv zu machen. Die Digitalisierung bietet uns neue Möglichkeiten, die wir konsequent nutzen wollen. Darum sind wir für die Förderung des Bundes ausgesprochen dankbar. Zu den fast zwölf Millionen Euro vom Bund kommt die gleiche Summe von der KVB – ein starkes Paket für den Fahrgast in Köln.

Eine Maßnahme der RVK AG wird mit einem Volumen von rund 320.000 Euro gefördert. In deren Rahmen wird die Fahrgastinformation in den Wasserstoff-Bussen verbessert, und die Planung und Verbesserung des Kundeninformationssystems umgesetzt.

Dazu RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach:

So wie die Digitalisierung inzwischen fest im Alltag verankert ist, muss sich auch der Verkehrssektor dieser Herausforderung stellen.

Die RVK ist bekannt für ein innovatives Mobilitäts- und Umweltmanagement sowie den Einsatz von Brennstoffzellen-Hybridbussen im Linienverkehr.

Die Koelnmesse verwendet die rund 1,7 Millionen Fördermittel des Bundes, um Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsmanagementsystems zu ergreifen. Unter anderem plant sie die Digitalisierung des Verkehrs- und Parkleitsystems sowie die Einführung einer LKW-Registrierungssoftware.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir den Verkehr rund um das Messegelände entlasten und damit auch die Schadstoffbelastung langfristig reduzieren. Dies gelingt uns zum Beispiel durch eine stärkere Steuerung des Logistik- und Besucherverkehrs,

so Koelnmesse-Chef Gerald Böse.

Die Kölner Förderprojekte des Sofortprogramms „"Saubere Luft 2017 bis 2020: Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" im Überblick:
Projekte Stadt Köln:

Anbindung an den Mobilen-Daten-Marktplatz (MDM) des Bundes

Im Rahmen des Projektes wird das Kölner Verkehrsmanagementsystem mit der öffentlichen Plattform Mobile-Daten-Marktplatz (MDM) des Bundes verbunden. Auf der Plattform werden mobilitätsrelevante Daten öffentlich verfügbar gemacht. So können Parkplatzinformationen, Baustellenmeldungen und Informationen zu Verkehrsstörungen über Navigationsgeräte abgerufen werden.

Ertüchtigung Systemebene Parkleitsystem

Das bestehende Parkleitsystem der Stadt Köln wird im Rahmen der Förderung so ausgebaut, dass die Parkinformationen an den Mobilen-Daten-Marktplatz (MDM) des Bundes weitergegen werden und dort beispielsweise für Navigationsgeräte abrufbar sind.

Erneuerung der Vario-Anzeigetafeln

Die Anzeigetafeln des Verkehrsleitsystems werden im Rahmen der Förderung erneuert. Damit wird eine Optimierung der Routenführung im städtischen Straßennetz durch detailreichere und leichter erfassbare Darstellung angestrebt. Durch Umstellung auf LED-Technologie brauchen die neuen Tafeln wesentlich weniger Energie.

Einrichtung eines Verkehrszeichenkatasters

Im Verkehrszeichenkataster wird die gesamte StVO-Beschilderung im Stadtgebiet erfasst. Im Rahmen des Projektes wird ein Workflow zur Gewährleitung der Aktualität des Datenbestandes entwickelt. Die erfassten Informationen werden darüber hinaus über den MDM für spezifische Streckenführungsprozesse verfügbar sein.

Einrichtung eines regionalen Baustellenmanagements

Im Rahmen des regionalen Baustellenmanagements wird die Vernetzung und der elektronische Datenaustausch mit dem Landesbetrieb Straßenbau.NRW ausgebaut. Baustellen und Sperrungen auf Autobahnen und im städtischen Straßennetz können so besser aufeinander abgestimmt werden.

Einrichtung eines Videosystems zur Verkehrsbeobachtung für Open Data Anwendungen

Im Rahmen des Projektes wird das videogestützte Verkehrsbeobachtungssystem auf digitale Technologie umgestellt. Die erhobenen Verkehrslagen Daten werden ebenfalls in den MDM eingebunden.

Schnittstellenserver Open Data

Die Einrichtung eines neues Schnittstellenservers Open Data ermöglicht das zur Verfügungsstellen von Verkehrsdaten und Zuständen, die von Lichtsignalanalgen erfasst werden auf dem Open Data Portal "Offene Daten Köln".

Projekte Kölner Verkehrs-Betreibe:

Aufbau neuer und der Austausch älterer Fahrgast-Anzeiger an Haltestellen und in U-Bahn-Abgängen

Geplant ist die Erneuerung von 450 veralteten zwei- bis vierzeiligen Fahrgastinformationsanzeigern im Kölner Stadtbahnnetz. Weiterhin sollen 100 zusätzliche neue DFI-Anzeiger an den Zugängen zu U-Bahnhaltestellen installiert werden. Die neuen Anzeiger sollen über eine Anzeigefläche von fünf bis zehn Zeilen in LED-Technologie verfügen. Die Anzeiger-Displays sind voll grafikfähig. Somit kann die Informationsfläche an die jeweilige Informationsmenge und Art angepasst werden. Es können zum Beispiel im oberen Bereich des Anzeigers die nächsten Fahrten der Stadtbahnen angezeigt werden, während im unteren Bereich ausführlich über eine aufgetretene Störung berichtet werden kann. Die Ansteuerung durch die neuen Hintergrundsysteme ermöglicht die Darstellung einer Vielzahl von Informationen über den heutigen Standard hinaus. Selbstverständlich werden alle neuen Anzeiger auch mit einer akustischen Information ausgerüstet, um auch die Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung (Sehbehinderte) umfangreich zu informieren. Beim Austausch der Anzeiger stehen die gute Sichtbarkeit und Ablesequalität ebenso wie Barrierefreiheit im Mittelpunkt der Umsetzung. Selbstverständlich wird die Umsetzung in enger Abstimmung mit den Behindertenverbänden geplant und umgesetzt.

Pilotprojekt "eTarif über Smartphone"

Der (((eTarifpilot ist in zwei Stufen unterteilt. Einen zweiphasigen Techniktest sowie einen Kundenakzeptanztest. Der Start des Techniktests ist für das zweite Quartal 2018 vorgesehen. Der Techniktest dient in erster Linie dazu, Testfahrten im Streckennetz der VRS-Verbundunternehmen durchzuführen, um unter anderem Streckenabschnitte mit schlechtem mobilen Internet beziehungsweise schlechter Mobilfunknetzabdeckung zu identifizieren. Die Testfahrten werden in zwei Phasen im VRS Netz durchgeführt und sollen unter anderem mit einem Schwerpunkt auf U-Bahn-Fahrten vorgenommen werden. Die zweite Stufe des (((eTarifpiloten beinhaltet, wie oben bereits erwähnt, einen Kundenakzeptanztest. Die Testkunden beziehungsweise "Friendly-User" werden aus dem Kundenstamm der VRS-Verkehrsunternehmen akquiriert. Vorgesehen ist eine Größenordnung von maximal 1.000 Testkunden, die über den gesamten Feldtest am Piloten teilnehmen sollen. Die "Friendly-User" werden aus Kunden des VRS HandyTicketshops, des VRS PrintTicketshops sowie aus der Kundengruppe der Gelegenheitsnutzer bestehen und sollen alle Altersstufen (ab mindestens 18 Jahre) umfassen.

Projekte Regionalverkehr Köln:

Verbesserung der Fahrgastinformation in den Wasserstoff-Bussen Planung und Verbesserung des Kundeninformationssystems

Dies trägt zu einer Minderung der Pkw-Wege und der damit verbundenen NOx-Emissionsbelastung in der Stadt Köln bei. Um dieses Ziel zu erreichen beabsichtigt die RVK, Störungen des Betriebsgeschehens in der RVK-Betriebsleitstelle zu erfassen, aufzubereiten und hieraus automatische dynamische Fahrgastinformationen zu generieren. Vorbild für die angedachte Lösung sind die TMC-Dienste, die es bisher nur den Pkw-Nutzern erlauben, aktuell über Störungen im Verkehrsgeschehen informiert zu werden und Staus auszuweichen. Die RVK beabsichtigt, über das Betriebsgeschehen im eigenen Unternehmen sowie über die Situation aller VRS-Unternehmen zu informieren, die Daten über die "Regionale Koordinationsstelle (RKS)" des VRS bereitzustellen. Die Informationen werden über verschiedene Medien verbreitet.

Projekte Koelnmesse:

Digitalisierung des Verkehrs- und Parkleitsystems

Die Digitalisierung des Verkehrs- und Parkleitsystems durch eine dynamische LED-Beschilderung. Mit ihrer Hilfe kann der gesamte Logistik-, Aussteller- und Besucherverkehr der jeweiligen Verkehrssituation entsprechend gesteuert werden, um so das Verkehrsaufkommen so gering wie möglich zu halten.

Einführung einer LKW-Registrierungssoftware

Die Lkw-Registrierungssoftware ermöglicht, die Logistik-Fahrzeuge bei der Anfahrt zur Messe an einem zentralen Punkt zu sammeln, um sie dann gemeinsam zum Messegelände zu führen.

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Jürgen Müllenberg / http://www.stadt-koeln.de

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