Feministinnen* besetzen Chlodwigplatz in Köln

feministKöln, 24.11.2018 - Seit 12 Uhr hält eine Gruppe von Frauen, Lesben, trans* und inter* Menschen unter dem Motto „Feministische Solidarität macht stark – Zusammen gegen Rassismus und Sexismus“ den Kreisverkehr am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt besetzt. Einen Tag vor dem 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, demonstrieren sie für feministische Solidarität und gegen Sexismus und Rassismus.
Die Aktivistin Clara Zorn begründet die Aktion so: „Wir stehen heute hier, um für einen Moment den Alltag zu unterbrechen und darauf aufmerksam zu machen, dass für viele Frauen sexualisierte Gewalt eine alltägliche Erfahrung ist.“
Gewalt in Familie, Bekanntenkreis, Beziehungen, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum richtet sich vorwiegend gegen Frauen, Lesben, trans* und inter* Menschen, gegen Geflüchtete und Flüchtende auf ihrem Weg nach Europa, gegen Minderheiten, Migrant*innen, die keine Lobby haben. Sexualisierte Gewalt ist Teil der herrschenden Verhältnisse, Teil des Neoliberalismus, des Rassismus und Kapitalismus.
Laut BKA Kriminalstatistik versuchte 2016 in Deutschland durchschnittlich jeden Tag ein Mann seine Partnerin zu töten – die überwiegende Mehrheit der Täter ist weiß und hat den deutschen Pass. Frauenmorde und sexualisierte Gewalt werden auch nicht durch die neu geplanten Polizeigesetze verhindert.

Clara Zorn weiter: „Wir setzen all dem unsere feministische Solidarität entgegen. Hier und überall. Das ist unsere Alternative zur Festung Europa und zum Abschiebesystem. Unsere feministische Solidarität ist grenzenlos und die Stärke dieser Solidarität zeigt sich in feministischen Kämpfen weltweit: beispielsweise die globalen Frauenstreiks am 8. März 2018 in Brasilien, USA, der Türkei, Korea und viele mehr oder Bewegungen wie ‚Ni una menos‘ in Argentinien.“
Die Aktivistinnen* berufen sich auf Audre Lorde, die Schwarze, lesbische, feministische Dichterin und Kämpferin: „Ich bin nicht frei, solange noch eine einzige Frau unfrei ist, auch wenn sie ganz andere Fesseln trägt als ich.“
Durch die Besetzung des Chlodwigplatzes wird der alltäglichen Gewalt und der Vereinnahmung von feministischen Diskursen seitens der national-faschistischen „Beschützt die weißen Frauen“-Männer-Lobby ein Gegenschrei entgegengesetzt.
Gruppe „Feminismus macht stark“

Die Besetzung des Chlodwigplatzes ist Teil eines feministischen Aktionswochenendes zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen.

Quelle: presse.dogan.akhanli

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