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Stadt Köln gibt Investitionszuschuss an den SSM - 170.000 Euro für sozialen Wohnraum

mm halle am rhein spendeDas Projekt »Neue Arbeit am Faulbach« kann weitergehen. Zum Innenausbau und Dämmung von zwei Drei-Zimmer-Wohnungen hat der Rat der Stadt Köln am 11.
Juli einen Bauzuschuss von 170.000 Euro an den Fördervein »MachMit!« gewährt. Der Ausbau der Wohnetage wird von Menschen ohne Wohnung mitgeleistet. Die zukünftigen Bewohner*innen werden in der SSM-Selbsthilfe-Gruppe mitarbeiten und sich so selber ihr Einkommen erwirtschaften: Hartz IV ist dann für sie Vergangenheit.

Mit dem vereinbarten zehnjährigen Belegungsrecht wird die Stadt insgesamt
630.000 Euro an Unterbringungskosten einsparen. Aber natürlich wollen die SSMler*innen auch danach ihr bescheidenes Auskommen verdienen.
Gründungsmitglied Rainer Kippe: »Wir setzen uns nun schon seit 37 Jahren für Menschen ein, die in der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Mit unserem Konzept der »Neuen Arbeit«, worin Erwerbsarbeit und gemeinsame Selbstversorgung miteinander verknüpft sind, können sie sich wieder dauerhaft integrieren.«

Der SSM sichert und schafft zugleich auf seinem Gelände am Faulbach sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, indem die Selbsthilfe dort seit März dieses Jahres mit Eigenmitteln und Spenden eine neue Secondhand-Möbelhalle errichtet. Der Rohbau ist fertig (siehe Foto im Anhang), inzwischen fehlen nur noch der Estrich und die Dämmung. Anfang September startet dann der Verkauf von gut erhaltenen Gebrauchtmöbeln, die aus Wohnungsauflösungen stammen oder gespendet werden. Hausrat und Kleidung werden weiterhin im Laden der Düsseldorfer Straße 74 verkauft.

Der SSM dankt den Ratsmitgliedern der Stadt Köln für ihren einstimmigen Beschluss, dankt der Sozialverwaltung für ihr Engagement und dem Architektenbüro Schaller und dem Bauunternehmen Pelle für ihre solide Arbeit. Große Unterstützung haben wir auch beim Bauprojekt vom Förderverein MachMit! wie von vielen tatkräftigen Unterstützer*innen erhalten. Wir danken auch sehr dem stets sozial-tätigen Kölner Dreigestirn von Stadterzähler Martin Stankowski, Pfarrer Franz Meurer und Kabarettist Jürgen Becker.

Der städtische Investitionszuschuss an den SSM bedeutet echte Hilfe zur Selbsthilfe. »Wir sehen ihn als Auftakt in Köln, ausgegrenzten Menschen, die sich im Hartz-IV-Bezug Bezug passiv und ohnmächtig fühlen, endlich eine selbstbestimmte Lebensperspektive geben zu können.« so SSM-Mitglied Heinz Weinhausen. Damit knüpft die Stadt Köln wieder an die Sozialpolitik der späten Weimarer Republik an, wo Menschen, die in elendigen, krankmachenden Behausungen wohnen mussten, sich selbst mittels Muskelhypothek neuen eigenen Wohnraum bauen konnten.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger können schon jetzt durch eine zeitweilige Spendenpatenschaft im Verein »MachMit!« echte Selbsthilfe fördern. Der SSM ist nämlich auch mit dem Bauzuschuss noch nicht »an Schmitz-Backes« vorbei (Spendenformular siehe Anhang).
Kontakt: www.ssm-koeln.org, siehe »MachMit-Rundbrief«, machmit@ina-koeln.org, Mobil: Rolf Stärk 0171-3712476

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