8. Kölner Musiknacht am 22. September 2012

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, und wo getafelt wird, da bleibt etwas liegen. Was einst blühte, welkt nun dahin, und was der eine baut, reißt ein andrer ein ... Vanitas vanitatum, alles Irdische ist vergänglich. Doch bleibt von allem Leben, Wirken und Arbeiten etwas übrig. Und so, wie es immer Reste gibt, fängt auch niemand gänzlich von vorne an. Jeder baut auf Bestehendem auf. In Köln ist dies zweitausendjährige gelebte Praxis. Es kommt nur darauf an, wie wir uns zu den lästigen Überbleibseln oder geliebten Ruinen verhalten. Sollen wir sie entsorgen, verehren, konservieren, renovieren, umbauen?
Was insgesamt für das menschliche Leben gilt, trifft in gleicher Weise für die Musik zu. Keine ist voraussetzungslos. Jede bezieht sich auf...





